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Immer mehr oberösterreichische Betriebe übernehmen Klimaschutzverantwortung

Tips LogoNicole Dirnberger, 23.03.2022 15:28

OÖ. Wie gelungen sich Klimaschutz und Unternehmertum ergänzen, beweisen die derzeit circa 900 Betriebe im oberösterreichischen und mehr als 1.300 Betriebe im österreichweiten Klimabündnis Betriebe-Netzwerk. Unter dem Beratungsmotto „Mit grünen Maßnahmen schwarze Zahlen schreiben“, zeigen Klimabündnis-Betriebe eindrucksvoll, dass sich Klimaschutz für Wirtschaft und Gesellschaft rechne.

Im Bild v.l.: Norbert Rainer (Klimabündnis OÖ), Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, Christina Huber-Prunthaller (MASI) und Johann Staudinger (STS Fertigteile) freuen sich über ein großes Netzwerk der Klimabündnis-Betriebe in OÖ. Foto: Land OÖ, Simon Seher

Zwei der 900 oberösterreichischen Betriebe sind zum Einen der Linzer Betrieb Masi. Masi entwirft und vertreibt Strickmode aus fairer Produktion. Wo immer möglich, achtet das Unternehmen auf organische und umweltschonende Herstellung der Garne. Masi produziert ausschließlich nach Nachfrage, so verringert sich der Abfall. „Leider wird ein Drittel der Mode geshreddert“, sagt die Firmengründerin von Masi, Christina Huber-Prunthaller, in Bezug auf die Fast-Fashion-Mode. Deswegen gibt es bei ihr nichts von der Stange. Außerdem hat die Unternehmerin auf Ökostrom umgestellt. „Besonders stolz bin ich auf unser Lastenfahrrad“, sagt sie. Viele Wege werden dadurch zurückgelegt. Nur wenn es absolut gar nicht gehe, was bei ihr nie wirklich vorkomme, da man immer eine Lösung finde, greife sie auf ein Auto zurück, sagt sie. 

Ladestationen aus 3D-Drucker

Ein weiteres Beispiel ist die Firma STS Fertigteile aus Oberwang. Das Unternehmen produziert Treppen und verschiedene Sonderteile aus Beton. 3D-Betondruck rundet das Sortiment ab. Mit ihrem Klimabündnis-Beitritt hat sie ihre klimaschonenden Maßnahmen enorm verstärkt. Neben der Errichtung eines Energiemanagement-Systems, dem Heizen mit Biomasse und dem Optimieren elektrischer Antriebe wurde auch die Elektro-Mobilität ausgebaut. Das Unternehmen hat sieben Elektrostapler mit eigenen, vom 3D-Drucker gedruckten Ladestationen. Weiters haben manche Mitarbeiter, ein E-Bike von der Firma zur Verfügung gestellt bekommen. Also jene, die bis zu zehn Kilometer weit weg wohnen und mindestens zehn Jahre im Betrieb sind. Der Geschäftsführer Johann Staudinger ist der Meinung: „Die kleinen Schritte zu gehen, sind viel wichtiger als die großen“, sagt er in Bezug auf die Reduktion von Energie. 

„Klimakrise größte Herausforderung“

„Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Generation. Sie ist aber auch eine riesige Chance für unsere heimischen Unternehmen, wie auch aktuelle Studien zeigen. In meinen zahlreichen Gesprächen mit Vertreter der oberösterreichischen Wirtschaft hat sich gezeigt, dass die meisten Unternehmen bereit für eine Transformation Richtung Klimaneutralität sind. Das große Netzwerk an Klimabündnis-Betrieben in Oberösterreich unterstreicht eindrücklich, wie groß das Bewusstsein für den Klimaschutz in den Unternehmen ist. Im Kampf gegen die von Menschen verursachte Klimakrise brauchen wir Verbündete auf allen Ebenen und es freut mich besonders, dass sich so viele oberösterreichische Unternehmen für den Klimaschutz engagieren“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. 


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