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Marktcheck OÖ - Kennzeichnung bei eihaltigen Produkten innerhalb von fünf Jahren zurückgegangen

Tips LogoNicole Dirnberger, 12.04.2022 16:06

OÖ. Die Preisaufsicht OÖ hat in mehreren Supermärkten eine Erhebung eihaltiger Lebensmittel durchgeführt. Dazu wurden Produkte aus den Kategorien Teigwaren, Backwaren, Feinkost, Mayonnaise und Eierlikör ausgewählt. Derzeit finden Konsumenten vor allem gekennzeichnete Produkte mit Eiern aus Freiland- oder Bodenhaltung; die vielen verarbeiteten Eier aus Käfighaltung aus dem Ausland werden auf den Packungen von Produkten völlig verschwiegen.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder fordert eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung auch bei eihaltigen Produkten, so wie es diese auch bei Frischeiern schon seit Jahren erfolgreich gibt. Foto: Land OÖ

Von insgesamt 76 verschiedenen Produkten waren 41 ohne Angabe der Herkunft, 35 Produkte waren mit Angabe der Herkunft. Von den 35 Produkten, wo die Herkunft angegeben wurde, waren 20 aus Freilandhaltung und 15 aus Bodenhaltung. 

Werden die Daten aus der Erhebung 2022 mit jenen der letzten aus 2017 verglichen, ist eine Verschlechterung bei der Kennzeichnung festzustellen: Von insgesamt 93 verschiedenen Produkten waren im Jahr 2017 29 Prozent ohne Angabe der Herkunft, 71 Prozent hatten Herkunftsangaben – unterschiedlich nach Produktgruppe.

Enorme Unterschiede

Besonders auffallend und auch für das Ergebnis maßgeblich sind die enormen Unterschiede bei der Kennzeichnung von Backwaren und Feinkost. Hier hat sich die Auswertung beinahe ins Gegenteil verkehrt.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Die Kennzeichnung von Frischeiern ist eine absolute Erfolgsgeschichte, da die Konsumenten die Wahl bekommen haben und damit auf das Produkt mit einer besseren Haltungsform zurückgreifen können. Die nun vorliegenden Ergebnisse unseres Marktchecks mit einem erheblichen Rückgang bei der Kennzeichnung ist ein Alarmsignal. Daher muss die Kennzeichnung der Haltungsform bei Eiern auch in verarbeiteten Produkten und in der Gastronomie bzw. Gemeinschaftsverpflegung verpflichtend werden. Das hilft unseren Landwirten, bringt mehr Tierwohl und bringt Transparenz für die Konsumenten.“


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