Kinderbildung: OÖ Sozialpartner bekennen sich zu gemeinsamen Lösungen
OÖ/LINZ. In der laufenden Debatte um die Rahmenbedingungen der Beschäftigten in Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen stand ein erstes Treffen zwischen Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Gewerkschaftsvertretern statt.

Im Rahmen ihrer aktuellen Dialogtour kam es zu dem Treffen mit Vertretern von younion und gpa. „Ich danke der Gewerkschaft für das gute Gespräch. Im österreichweiten Bundesländervergleich sind unsere Rahmenbedingungen gut. Es stimmt aber, dass die Personalsituation in den Einrichtungen eine Herausforderung für die Träger und die Mitarbeiter ist. In Oberösterreich bekennen wir uns zum Ausbau der Angebote in den Kinderbildungs- und Betreuungsangeboten, das heißt unter anderem mehr Gruppen und flexible Öffnungszeiten, es bedeutet aber auch ein klares Ja zum pädagogischen Auftrag“, betont Haberlander nach dem Gewerkschaftstreffen.
„Auch der Landesseite ist klar, dass es jetzt dringend Lösungen braucht. Vor allem müssen jetzt Verbesserungen rasch umgesetzt werden, um die Kinderbildung und -betreuung in Oberösterreich aufrechtzuerhalten, darauf haben wir uns jetzt unter anderem verständigt“, so Wolfgang Gerstmayer, Geschäftsführer der GPA OÖ, in einer ersten Reaktion.
Positives Image, Kinderhöchstzahl von 23
Klar heraus kamen im Gespräch die Schwierigkeiten aufgrund unterschiedlicher Zuständigkeiten etwa durch Bund, Land, Gemeinden oder private Rechtsträger und damit einhergehende Zielkonflikte.
Man einigte sich in diesem ersten Gespräch auf die Erarbeitung von gemeinsamen Lösungen, die unter anderem die Attraktivierung und Erhöhung eines positiven Images der Berufsbilder in der Kinderbildung vorsehen.
Weiters gab es ein Bekenntnis zur Kinderhöchstzahl von 23 und restriktiver Kontrolle bei Überschreitung in Ausnahmefällen. Auch eine Ausbildungsoffensive soll nun gestartet werden, um eine leichter zugängliche, attraktive und leistbare Ausbildung sicherzustellen.
Beim Bund für mehr Personal einsetzen
„Gemeinsam werden wir uns auch im Rahmen der 15a Verhandlungen für zusätzliches Personal in den Einrichtungen einsetzen sowie auf rasche Verhandlungsergebnisse beim Bund drängen, um Planungssicherheit zu geben“, so Haberlander. Diese Planungssicherheit brauche es insgesamt, so Gerstmayer.
Christian Jedinger, Landesvorsitzender der Gewerkschaft younion OÖ, erwartet sich nun konkrete Taten: „Wir haben klargestellt, dass mit kleineren Gruppen und mehr Personal attraktivere Rahmenbedingungen geschaffen werden können. Es braucht jetzt Sofortmaßnahmen in Oberösterreich und zusätzlich einen bundesweiten, ausreichend budgetierten Rahmenplan, damit die Verbesserungen auch tatsächlich umgesetzt werden können.“
Weitere Gespräche
Die Ansätze aus dem Arbeitsgespräch werde die Landesrätin in die kommenden Gespräche der Dialogtour besprechen. „Am 30.5. geht das Ringen um Verbesserungen weiter. Wir erwarten uns bei diesem Termin einen Fahrplan für Verhandlungen auf Augenhöhe“, kündigt younion Landesvorsitzender Jedinger an.


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