Seenregion: ÖVP Bürgermeister starten Initiative für Einheimische

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Thomas Leitner Tips Redaktion Thomas Leitner, 29.06.2022 15:34 Uhr

SALZKAMMERGUT. 25 ÖVP Bürgermeister der Attersee- und Traunseegemeinden fordern gemeinsam mehr Möglichkeiten für Einheimische, zum Beispiel bei der Schaffung von leistbarem Wohnraum.

Ein Treffen in Steinbach am Attersee brachte erste konkrete Lösungsansätze. ÖVP Landtagsabgeordnete und Bürgermeister Christian Mader und Rudi Raffelsberger werden sich bei der Landesregierung verstärkt für die Anliegen der Seenregion und nötige Gesetzesänderungen einsetzen.

„Wir ÖVP Bürgermeister in den Seengebieten nehmen unseren Auftrag sehr ernst und wollen zukunftsweisende, sensible Vorschläge zu Verbesserungen in den Bereichen Vorbehaltsgebiet, Meldegesetz- und Grundverkehrsgesetz erarbeiten“, sagt Nicole Eder, Bürgermeisterin von Steinbach am Attersee. „Junge Familien aus Seengemeinden können es sich nicht mehr leisten, in ihrer Heimat zu wohnen oder zu bauen“, so Bürgermeisterin Elisabeth Höllwarth-Kaiser aus Oberhofen am Irrsee. Bei einem ersten Treffen mit den ÖVP Landtagsabgeordneten Christian Mader und Rudi Raffelsberger sprachen die BürgermeisterInnen etliche Probleme in unterschiedlichen Gesetzgebungen an, die zur aktuellen Situation geführt haben.

„Viele Wohnungen und Häuser in unserer Region sind Zweitwohnsitze. Die Besitzer stellen hohe Anforderungen an die Infrastruktur, die Objekte stehen die meiste Zeit im Jahr leer“, so Höllwarth-Kaiser. Demgegenüber steht, dass die noch freien Grundstücke für Normalbürger weder leistbar noch verfügbar sind und oft an Immobilienentwickler verkauft werden, die überhöhte Preise bezahlen können. Einige Gemeinden haben bereits Baulandsicherungsprojekte durchführt, um ihren BürgerInnen leistbare Gründe anbieten zu können, doch auch das werde immer schwieriger, sagt Seewalchens Bürgermeister Gerald Egger.

Die BürgermeisterInnen sehen aber auch noch ein anderes Problem: Müssen die jungen einheimischen Familien absiedeln, stirbt auch das Dorfleben. Vereine kämpfen bereits jetzt mit Nachwuchsproblemen, ebenso die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. „Wir haben dieses Problem noch nicht, aber auch für uns gilt: Wir leben hier 365 Tage im Jahr und an diesen soll auch unsere Gemeinschaft leben“, sagt Bürgermeister Martin Pelzer aus Altmünster.

Die Kritik der ÖVP Bürgermeister ist nicht neu. Seit Jahren zeigen sie auf, dass der Lebensraum für Einheimische immer knapper wird. Nun wollen sie in weiteren Treffen konkrete Vorschläge für eine sensiblere und zukunftsorientierte Raumordnungspolitik erarbeiten. Diese werden die Landtagsabgeordneten Mader und Raffelsberger an die Landesregierung weiter leiten und sich für Änderungen in den Melde-, Raumordnungs-, Vorbehalts- und Grundverkehrsgesetzen stark machen.

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