Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Tips Logo Online Redaktion, 04.04.2023 18:50

OÖ. Der Wirtschaftsbund-Stellenmonitor zeigt über 46.000 offene Stellen im März 2023. Die Situation am Arbeitsmarkt stehe daher auf „Alarmstufe Rot“, meint der Wirtschaftsbund, der Personalmangel wirke sich bereits negativ auf den Standort aus.

Der Wirtschaftsbund meint, die Situation am Arbeitsmarkt stehe auf "Alarmstufe Rot". (Foto: Cevahir/hkama/stock.adobe.com)

Ende März 2023 standen beim AMS Oberösterreich 31.245 offene Stellen zur Verfügung, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Der Stellenmonitor des Wirtschaftsbundes verzeichnet für den Monat März in Oberösterreich sogar 46.566 offene Stellen. Dem stehen 27.854 Arbeitssuchende gegenüber.

„Betrieben entgeht das Geschäft ohne ausreichendes Personal“

„Gerade jetzt in den Osterferien entgeht vielen Betrieben das Geschäft, weil sie die Nachfrage ohne ausreichendes Personal nicht decken können“, sagt Wolfgang Greil, Wirtschaftsbund-Landesgeschäftsführer. Der Bereich Handel, Logistik und Verkehr ist mit 9.546 offenen Stellen (Zahlen laut Wirtschaftsbund-Stellenmonitor) besonders betroffen.

Die heimische Wirtschaft brauche dringend weitere Entlastungsmaßnahmen und langfristige Arbeitsmarktreformen, um aus der Krisensituation herauszukommen, fordert Greil. „Es gibt Potenzial am Arbeitsmarkt, welches mit entsprechenden Anreizen gehoben werden muss. Es braucht eine Ausweitung der Steuerbefreiung von Überstunden und ein Anreizmodell, dass ältere Arbeitnehmer motiviert, länger im Erwerbsleben zu bleiben.“

Anreizmodell für ältere Arbeitnehmer wird in Arbeitsgruppe des Bundes behandelt

Ein solches Anreizmodell wurde von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner in eine neue Bundes-Reformgruppe eingebracht: durch steuer- und abgabenrechtliche Begünstigungen soll das Interesse an einem Weiterarbeiten in der Alterspension gesteigert werden. Eine entsprechende MARKET-Studie zu den Effekten liegt bereits vor. „Alleine in Oberösterreich könnte so die Vollzeit-Arbeitsleistung von 9.000 Arbeitskräften zusätzlich gewonnen werden. Das würde rund 26.000 zusätzliche Beschäftigte für Oberösterreichs Betriebe bedeuten“, so Achleitner. Einen weiteren Hebel sieht der Landesrat in Teilzeit-Beschäftigten, die dafür gewonnen werden sollen, ihre Stundenanzahl zu erhöhen.

Auch lesen:

https://www.tips.at/nachrichten/linz/wirtschaft-politik/575351-lr-achleitner-will-steuerfreien-zuverdienst-fuer-pensionisten

https://www.tips.at/nachrichten/ooe/wirtschaft-politik/589004-hebel-kinderbetreuung-potenzial-von-frauen-in-teilzeit-soll-staerker-genutzt-werden


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Oberösterreich mit zweitniedrigster Pro-Kopf-Verschuldung

Oberösterreich mit zweitniedrigster Pro-Kopf-Verschuldung

OÖ/LINZ. Oberösterreich gehört bei der Pro-Kopf-Verschuldung zu den Bundesländern mit den niedrigsten Werten. Laut aktuellen Zahlen der Statistik ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
OÖ-Arbeitsmarkt bleibt stabil, Frauenarbeitslosigkeit aber deutlich gestiegen

OÖ-Arbeitsmarkt bleibt stabil, Frauenarbeitslosigkeit aber deutlich gestiegen

OÖ. Die Zahl der Arbeitslosen ist in Oberösterreich im August gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei Frauen ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Kunstuni Linz und IT:U verstärken Gründer-Netzwerk „hub,ert“

Kunstuni Linz und IT:U verstärken Gründer-Netzwerk „hub,ert“

OÖ/LINZ. Das oberösterreichische Gründer-Netzwerk „hub,ert“ bekommt Zuwachs: Die Kunstuni Linz und die IT:U – Interdisciplinary Transformation ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Mit der Pflegelehre in einen Beruf mit Zukunft

Mit der Pflegelehre in einen Beruf mit Zukunft

OÖ. Mit der Pflegelehre gibt es seit 2023 in Oberösterreich einen direkten Einstieg nach der Pflichtschule. Sie verbindet praktische Ausbildung ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Raiffeisenlandesbank OÖ steigert Halbjahresgewinn deutlich

Raiffeisenlandesbank OÖ steigert Halbjahresgewinn deutlich

OÖ/LINZ. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Weniger Lust auf Jobwechsel, mehr Zufriedenheit im aktuellen Job

Weniger Lust auf Jobwechsel, mehr Zufriedenheit im aktuellen Job

Ö. Der aktuelle Arbeitsmarkt-Kompass zeigt im zweiten Quartal 2026 erste Zeichen einer Stabilisierung: Die Wechselbereitschaft der heimischen ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Weitere Beiträge