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OÖ. Mit 1. September können Zivildiener noch besser in der Pflege und Betreuung eingesetzt werden, Tips hat berichtet. Nach Absolvierung des sogenannte „UBV-Modul“ dürfen sie mehr Tätigkeiten ausüben und die Ausbildung kann auf eine spätere Pflegeausbildung angerechnet werden.

Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Claudia Plakolm freuen sich über die neue Regelung. (Foto: Bundeskanzleramt)

Mit 1. September ist es Zivildienern möglich, das sogenannte „UBV-Modul“, also eine Grundausbildung in der Pflege während ihres Zivildienstes zu absolvieren. Das Modul besteht aus theoretischen (100 Einheiten) und praktischen Einheiten (40 Stunden) und ist Teil zahlreicher Ausbildungen in der Pflege.

Mit Absolvierung dieser kurzen Ausbildung ist es Zivildienern während ihres Dienstes möglich, etwa bei der Körperpflege, beim Ankleiden oder bei der Nahrungsaufnahme zu unterstützen. Damit können Zivildiener noch besser zur Unterstützung der bestehenden Pflegekräfte eingesetzt werden und sorgen auch für eine Entlastung.

Erster Schritt zur Pflegeausbildung

Zudem ist der erste Schritt in Richtung einer Pflegeausbildung getan, das Modul kann auf zahlreiche Pflegeausbildungen angerechnet werden. Rund 70 Prozent der Zivildiener bleiben haupt- oder ehrenamtlich in der Organisation oder Einrichtung. In Oberösterreich leisten rund 54 Prozent aller Zivildiener ihren Dienst in einer Sozial-, Pflege- oder Betreuungseinrichtung.

„Wir müssen den jungen Männern im Zivildienst mehr zutrauen und vertrauen, damit sie Freude an der Tätigkeit haben und dann auch für den Pflegeberuf gewonnen werden. Die Einführung der Grundausbildung Pflege ist ein wichtiger Schritt, um zum einen unsere Pflegemitarbeiter zu unterstützen und die jungen Männer gleichzeitig für einen sicheren Job in der Altenarbeit zu begeistern, immerhin ist jeder zweite Zivildiener in Oberösterreich im Sozialbereich tätig“, ist Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) überzeugt.

Fachkräftestrategie Pflege

Mit der Umsetzung wurde auch ein weiterer Punkt der Fachkräftestrategie Pflege des Landes OÖ umgesetzt. Hattmannsdorfer hatte sich auf Bundesebene gemeinsam mit der für Zivildienst zuständigen Staatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) für die Regelung eingesetzt.


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