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Der Computer und das liebe Vieh: Einblicke in den tierärztlichen Alltag von morgen

Tips Logo Online Redaktion, 27.10.2023 09:39

HAGENBERG. Veterinärmedizin ist deutlich mehr als die Behandlung kranker Tiere. Das beweist ein interdisziplinäres Ausbildungsprogramm an dem unter anderen der Campus Hagenberg der FH Oberösterreich beteiligt ist.

Datenauswertungen sollen unter anderem dabei helfen, Krankheiten vorab zu erkennen. (Foto: Igor Barilo/stock.adobe.com)

Das neue Doktoratskolleg „PLFDoc – Precision Livestock Farming“ setzt auf den Einsatz modernster digitaler Technologien in der Veterinärmedizin. Es ist ein Kooperationsprojekt der Vetmeduni Wien, der Technischen Universität Wien sowie der Fachhochschule Oberösterreich (Campus Hagenberg).

PLF steht für „durch digitale Technologien unterstützte Nutztierhaltung“ und in diesem interdisziplinären Ausbildungsprogramm erarbeiten Doktoranden eine Lösung, die zu einer nachhaltigen Nutztierhaltung beiträgt. „Unser Forschungsschwerpunkt liegt in der anwendungsorientierten Grundlagenforschung, insbesondere in der Anwendung von Methoden der Erklärbaren Künstlichen Intelligenz sowie der Bild- und Videoanalyse (Computer Vision, CV), die zur Überwachung von Nutztierbeständen genutzt werden sollen“, erklärt Michael Iwersen, Experte für Digitalisierung in der Milchviehhaltung und Leiter des Doktoratskollegs an der Vetmeduni.

Tiere in Echtzeit im Blick

Krankheiten bei Nutztieren vorab erkennen, die Geburt eines Kalbes vorhersagen oder die individuelle Wasser- und Futteraufnahme bei Kühen und Schweinen zu überwachen: Sensor-Technologien wie zum Beispiel Computer Vision und neue Erkenntnisse der Datenwissenschaften bieten die Möglichkeit, den Gesundheitsstatus und das Wohlbefinden – sowohl der gesamten Herde als auch einzelner Tiere – kontinuierlich und in Echtzeit im Blick zu haben. Auf diese Weise kann gezielt und frühzeitig gegengelenkt und die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere aufrecht erhalten werden. Das ist nicht nur für Landwirte und Tierärzte von Bedeutung, sondern auch hinsichtlich des Tierwohls und der Lebensmittelsicherheit von gesellschaftlicher Relevanz. Durch den interdisziplinären Ansatz erhalten die Doktoranden eine Ausbildung in einer Vielzahl von Bereichen, die von der Veterinärmedizin und Agrarwissenschaften über Verhaltensbiologie bis zu den Daten- und Ingenieurswissenschaften reichen.


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