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Tips Logo Online Redaktion, 04.02.2024 10:59

Ö. Die Ausbildung der Psychotherapeuten soll in Österreich von außeruniversitären Ausbildungseinrichtungen zum Teil zu den öffentlichen Unis wandern und nach dem Vorbild einer Facharztausbildung umstrukturiert werden.

Die Ausbildung zum Psychotherapeuten wird umgekrempelt. (Foto: Nia™/stock.adobe.com)
Die Ausbildung zum Psychotherapeuten wird umgekrempelt. (Foto: Nia™/stock.adobe.com)

1991 war das Geburtsjahr der gesetzlich verankerten Psychotherapie in Österreich. Bundesminister Harald Ettl (SPÖ) gelang es damals in einem Schulterschluss aller Parteien, dem Berufsstand einen juristischen Rahmen zu geben und damit zur Qualitätssicherung innerhalb der Psychotherapie massiv beizutragen.

Anfang Jänner brachten nun die Bundesminister Johannes Rauch (Grüne) und Martin Polaschek (ÖVP) ein neues Gesetz in Begutachtung, das Aktualisierungen, allen voran die Akademisierung des Berufes, berücksichtigt. Nach einem Bachelor- und Masterstudium an Universitäten folgt laut Entwurf eine mehrjährige postgraduale Phase, welche durch eine staatliche Approbationsprüfung ihren Abschluss findet.

Barbara Haid, Präsidentin des Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie: „Die Ausbildung wird durch das Studium an öffentlichen Universitäten für alle Bevölkerungsgruppen leichter zugänglich. Parallel sollen derzeitige Zugänge bestehen bleiben, um die Versorgung der österreichischen Bevölkerung zu gewährleisten. Erfreulicherweise wird die dritte Ausbildungsphase in den Fachgesellschaften sehr versorgungsaktiv sein, ähnlich der medizinischen Facharztausbildung. So werden durch die praktische Ausbildung in Einrichtungen des Gesundheitswesens, psychotherapeutischen Versorgungseinrichtungen und Lehrpraxen zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten geschaffen.“

Aktuell besteht die Psychotherapie-Ausbildung aus einem zweijährigen Propädeutikum und einem – je nach Fachrichtung – drei- bis sechsjährigen Fachspezifikum.


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