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Nächster Schritt beim Ama-Gütesiegel für Ackerfrüchte

Tips Logo Online Redaktion, 11.04.2024 15:09

OÖ. Bei der schrittweisen Umsetzung des AMA-Gütesiegels für Ackerfrüchte wurde nun die zweite Richtlinie für das Gütesiegel-Programm Brot und Gebäck beschlossen und diese bei der EU-Kommission eingereicht. Die Frist für den Einstieg in das Gütesiegel-Programm für Ackerfrüchte für Landwirte wurde bis 5. Mai verlängert.

Die Anmeldung zum AMA Gütesiegel Ackerkulturen für die Landwirtschaft ist noch bis 5. Mai möglich. (Foto: Landwirtschaftskammer OÖ)
Die Anmeldung zum AMA Gütesiegel Ackerkulturen für die Landwirtschaft ist noch bis 5. Mai möglich. (Foto: Landwirtschaftskammer OÖ)

Zuvor schon eingereicht wurde die Richtlinie für Landwirte. „Der Beschluss der zweiten Richtlinie für die Mühlen und Backmischhersteller gibt unseren bäuerlichen Betrieben zusätzliche Sicherheit bei der Umstellung auf das AMA-Gütesiegel für Ackerfrüchte. Mit der Anmeldung zum Gütesiegel leistet jeder Landwirt selbst einen Beitrag zur Preisabsicherung und geringerer Austauschbarkeit seiner eigenen Produkte. Fakt ist, dass durch die Teilnahme kein Mehraufwand entsteht und damit eine wesentliche Marktabsicherung verbunden ist“, ist OÖ Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger überzeugt.

„Die Gespräche für die dritte Richtlinie für Bäckereien haben bereits begonnen und ich bin zuversichtlich, dass auch diese bald auf Schiene gebracht wird, damit im Spätherbst 2024 die ersten Mehl-, Brot- und Backwaren mit dem AMA-Gütesiegel die österreichische Herkunft von Getreide gekennzeichnet werden können“, so Waldenberger.

Anmeldefrist verlängert

Interessierte Ackerbaubetriebe können sich noch bis 5. Mai für das AMA-Gütesiegel-Programm Ackerfrüchte entscheiden. Bereits jetzt würden über 80 Prozent der österreichischen Getreidebauern die geforderten drei ÖPUL-Punkte (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) erfüllen, auch wenn sich erst rund 20 Prozent der betroffenen Landwirte zum Gütesiegel angemeldet hätten, so Waldenberger.

„Ich rufe dazu auf, sich zur Teilnahme zu entschließen, denn die Einführung des neuen Gütesiegels soll die Austauschbarkeit des Rohstoffes Getreide verhindern und Druck auf heimische Verarbeitungsbetriebe aufbauen, österreichisches Getreide bzw. österreichisches Mehl einzusetzen.“

Ein Landwirt, der sich zu AMA Gütesiegel Ackerfrüchte anmeldet, nimmt automatisch mit dem gesamten Betrieb teil und ist berechtigt, ohne weitere Kosten alle Ackerfrüchte über die künftig entstehenden Programme zu vermarkten. So ist geplant, auch Rapsöl und Speisesoja sowie österreichischen Zucker über das neue Gütesiegel zu kennzeichnen und von Importen abzugrenzen.


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