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Ö. (Update) Wie ÖBB-Chef Andreas Matthä am Mittwochabend in der ZIB2 bekannt gab, kann die „neue“ Weststrecke schon ab 15. Dezember wieder voll genutzt werden. Nächstes Jahr werde es allerdings neuerlich zu einer vierwöchigen Sperre kommen müssen. Seit Donnerstag ist die „alte“ Weststrecke wieder zweigleisig befahrbar.

Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)
Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)

Die Hochwasserkatastrophe habe auch einen „Jahrhundertschaden“ verursacht, so der ÖBB-Chef in der ZIB2. Es würde rund um die Uhr gekämpft, um die Strecke wieder freigeben zu können.

Nächstes Jahr im Mai oder im Sommer müssten technische Provisorien rückgebaut werden, das werde vier Wochen dauern.

Update: Schrittweiser Neustart

Wie die ÖBB am Donnerstag ausführt, wird mit Fahrplanwechsel am 15. Dezember das vollständige Angebot im Nah- und Fernverkehr wieder verfügbar sein.

Seit Donnerstag, 10. Oktober, kann die „alte“ Weststrecke wieder auf zwei Gleisen voll befahren werden. Ab 4. November bzw. 9. November werden die Pendelzüge zwischen Tullnerfeld und Wien bzw. die Züge der Linie S80 wieder im Einsatz sein.

  • 10. Oktober: Übergangsfahrplan „alte“ Weststrecke tritt in Kraft
  • 4. November: Wiederinbetriebnahme „neue“ Weststrecke im Bereich Wienerwald Tunnel und Lainzer Tunnel: Pendelverkehr Wien Westbahnhof – Tullnerfeld (CJX5)
  • 9. November: Wiederinbetriebnahme S80 Wien Hütteldorf – Wien Hauptbahnhof, Wiederaufnahme S40 zwischen Tulln – Tullnerfeld, weiterhin Schienenersatzverkehr mit Bussen Tullnerfeld – Traismauer – St. Pölten Hbf
  • 15. Dezember: Vollinbetriebnahme „neue“ Weststrecke Wien – Tullnerfeld – St. Pölten inklusive Atzenbrugger Tunnel, Inbetriebnahme S50 Wien Westbahnhof – Eichgraben-Altlengbach, Inbetriebnahme S40 Tullnerfeld – Traismauer – St. Pölten

„Kleines Weihnachtswunder“

„Nachdem uns das Hochwasser hart getroffen hat, wird für uns vorzeitig ein kleines Weihnachtswunder wahr. Ab 15. Dezember fahren wir wieder zwischen Wien und St. Pölten mit bis zu 230 km/h. Damit sind einerseits die Weihnachtsverkehre gesichert und andererseits können wird auch den neuen Fahrplan 2025 voll anbieten. Mein Dank gilt an dieser Stelle unseren Fahrgästen für ihre Geduld und ihr Verständnis sowie dem Team ÖBB für die übermenschliche Arbeit in den vergangenen Wochen“, so Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB Holding AG, am Donnerstag.

„Wir haben in ganz Österreich unsere Ersatzteillager förmlich auf den Kopf gestellt, um für die Weststrecke eine große Menge an Material auftreiben zu können. Von Standorten in anderen Bundesländern wurden Komponenten geliefert, an einigen Stellen haben wir temporäre Lösungen für die Inbetriebnahme gefunden. Im Bahnhof Tullnerfeld wird die Inbetriebnahme in einem reduzierten Zustand erfolgen, damit unsere Kunden so rasch wie möglich wieder mit dem Zug direkt nach Wien fahren können“, so auch Judith Engel, zuständige Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG.

Vierwöchige Sperre Mitte 2025

Voraussichtlich Mitte 2025 wird es, wie Matthä schon am Mittwochabend ankündigte, zu einer rund vierwöchigen Sperre der neuen Weststrecke zwischen Wien und St. Pölten kommen müssen. Hier werden abschließende Reparaturarbeiten durchgeführt. Züge werden dann wieder über die „alte“ Weststrecke umgeleitet, was 30 Minuten Fahrzeitverlängerung bedeutet.

100 Millionen Euro Schaden

Mittlerweile steht auch fest, dass das Hochwasser Schäden an der ÖBB-Infrastruktur von rund 100 Millionen Euro verursacht hat. Mehrere Millionen Schaden sind dem Personen- und Güterverkehr entstanden.


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