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OÖ. Oberösterreich weist mit 5,2 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote aller Bundesländer auf. Im April 2026 waren 37.574 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet. Bei der Langzeitarbeitslosigkeit musste ein weiterer Anstieg verzeichnet werden. 

 (Foto: Agata Kadar/stock.adobe.com)
(Foto: Agata Kadar/stock.adobe.com)

37.574 Personen waren im April 2026 beim AMS OÖ als arbeitslos vorgemerkt, davon 17.446 Frauen und 20.128 Männer. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vorjahr bei 5,2 Prozent (Österreichschnitt: 7,5 Prozent).

20.944 offene Stellen sind gemeldet, ein Plus von 3,1 Prozent zum Vorjahr. 2.099 Lehrstellensuchende sind vermerkt, davon 886 sofort verfügbar (plus 7,4 Prozent), 3.970 offene Lehrstellen stehen gegenüber, davon 1.234 sofort verfügbar (minus 17,8 Prozent).

Bei den Beschäftigten zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend: Rund 692.000 Menschen waren im April unselbständig beschäftigt. Von der konjunkturellen Stabilisierung profitieren derzeit vorrangig Personengruppen aus den Bereichen Produktion und Bau.

10.915 Personen sind in Schulungen (Vorjahr 10.539).

„Die konjunkturelle Stabilisierung zeigt sich nun auch in einem Plus bei den unselbständig Beschäftigten bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitslosigkeit und einem leichten Anstieg der gemeldeten offenen Stellen“, so AMS OÖ-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt. Vor allem im akademischen Bereich sei der Arbeitsmarkt aber schwieriger geworden. „Dies ist den Umstrukturierungsmaßnahmen vor allem im mittleren und höheren Management geschuldet“, so Schmidt.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit steigt weiter

Trotz nach wie vor hohem prozentuellen Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit (plus 19,9 Prozent auf 11.266 Personen) konnten im April um 18 Prozent mehr langzeitarbeitslose Menschen am Arbeitsmarkt integriert werden als im Vergleichsmonat des Vorjahres, teilt das AMS OÖ mit.

Regional zeigen sich Unterschiede: Während etwa in Linz und Wels die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen ist, gab es in Bezirken wie Braunau oder Vöcklabruck Rückgänge. Parallel dazu steigt in vielen Regionen die Zahl der offenen Stellen, etwa im Raum Linz.

Stelzer/Achleitner: „Ziel ist, Stabilität zu sichern“

„Gerade in einem Umfeld mit internationalen Verwerfungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zeigt sich, dass Oberösterreich einen stabilen Arbeitsmarkt hat. Unser Ziel ist es, diese Stabilität zu sichern und möglichst vielen Menschen Beschäftigung zu ermöglichen“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). „Die aktuellen Zahlen zeigen ein insgesamt robustes und stabiles Bild. Trotz internationaler Herausforderungen bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften in Oberösterreich hoch. Gleichzeitig arbeiten wir daran, insbesondere in jenen Bereichen gegenzusteuern, in denen die Arbeitslosigkeit steigt“, so Wirtschafts- und Arbeits-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).

SPÖ: „Kein Aufschwung für alle“

„Der oberösterreichische Arbeitsmarkt präsentiert sich im April 2026 auf den ersten Blick stabil. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Der Aufschwung ist kein Aufschwung für alle. Während die Arbeitslosigkeit der Männer im April sinkt, steigt jene der Frauen gleichzeitig um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereits in den letzten Monaten war dieser Trend erkennbar. Seither hat sich die Schere wieder weiter geöffnet“, so SPÖ-Arbeitsmarktsprecher Hans Karl Schaller. Hinzukomme, dass es auch am Lehrstellenmarkt keine Entwarnung gebe.

Grüne: Jene betroffen, die ohnehin schwer haben

Die Grüne Arbeitsmarktsprecherin Brigitte Huber-Reiter fordert mehr Personal und Ressourcen für das AMS für intensivere Betreuung der von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Personen. „Die Daten zeigen, dass jene immer stärker von der tristen Arbeitsmarkt-Situation betroffen sind, die es am Job-Markt ohnehin schwer haben.“

NEOS: Lage angespannt

„Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen zeigen: Oberösterreich steht im Vergleich zwar besser da als andere Bundesländer, aber gerade bei Frauen bleibt die Lage angespannt. Wer den Arbeitsmarkt wirklich stärken will, muss dort ansetzen, wo viele Eltern im Alltag anstehen: bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, kommentiert NEOS-Landessprecher Felix Eypeltauer. 


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