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Frauenmonitor 2024: AK OÖ fordert verstärkte Unterstützung für Frauen in Beruf und Familie

Tips Logo Leserartikel Nicolas Falkner, 06.11.2024 12:06

OÖ. Der Frauenmonitor der Arbeiterkammer zeigt, das Frauen in Oberösterreich weiterhin vor großen Herausforderungen stehen. Vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei dabei ein springender Punkt.

Der aktuelle AK Frauenmonitor zeigt: Der Frauenanteil in Führungspositionen hat zugenommen, bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist aber noch viel Luft nach oben. (Foto: BullRun/stock.adobe.com)

Die Arbeiterkammer erhebt jährlich die Situation der Frauen in Oberösterreich. Mit dem Ergebnis: Insbesondere bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hakt es noch. Ein großes Anliegen der AK ist daher der Ausbau von Kinderbildung und -betreuung und ebenso von Pflegeangeboten. Dies spiegelt sich vor allem in Anbetracht dessen wieder, dass nur sechs Prozent der Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige ermöglichen, Vollzeit arbeiten zu gehen. Bei den Drei- bis Sechsjährigen bestehe auch Handlungsbedarf. Hier sind 37,1 Prozent der Plätze vollzeittauglich. Auch der Bundesländervergleich zeigt, dass Oberösterreich den letzten Platz belegt. Allerdings gibt es auch bei der Altenbetreuung noch Optimierungsbedarf. Ein Ausbau der Pflegeangebote wäre naheliegend.

Immer mehr Frauen in Führungspositionen

Sehr erfreulich sei, dass die Frauenquote in Führungspositionen immer mehr steigt. Jedoch bleibt der Unterschied des Einkommens bei den Geschlechtern. Die AK Oberösterreich begrüßt die EU-Transparenzrichtlinie, die bis 2026 umgesetzt werden soll. „Mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern kann ein wichtiger Schritt sein, um die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern zu schließen“, spricht sich AK-Direktorin Andrea Heimberger für die Richtlinie aus.

„Die Arbeiterkammer Oberösterreich kämpft an der Seite der Frauen und setzt sich weiterhin dafür ein, dass Frauen in unserem Bundesland die gleichen Chancen wie Männer erhalten und gleichgestellt werden. Dringend notwendig sind ein umfassender Ausbau der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sowie der Pflege, gleiche Bezahlung für gleich(wertig)e Arbeit, eine partnerschaftliche Aufteilung der Elternkarenz sowie Maßnahmen für Pensionsgerechtigkeit. Hier braucht es unter anderem einen Aufwertungsfaktor, durch den die Benachteiligungen in der Arbeitswelt, nicht gänzlich in die Pension übertragen werden“, fasst es AK-Präsident Andreas Stangl zusammen.


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