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LINZ. Der neue Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmansdorfer absolvierte seinen ersten Betriebsbesuch in seiner neuen Tätigkeit in seiner Heimatstadt bei der Voest in Linz. Eindringlich warnte er dabei vor einer De-Industrialisierung und kündigte Gegenmaßnahmen gegen eine drohende Abwanderung der Betriebe an.

Voest-Chef Eibensteiner (l.) empfing Wirtschaftsminister Hattmansdorfer in Linz (Foto: BMAW/Holey)
Voest-Chef Eibensteiner (l.) empfing Wirtschaftsminister Hattmansdorfer in Linz (Foto: BMAW/Holey)

„Ich bin ein Stahlstadtkind.“ Nicht nur einmal betonte Hattmansdorfer anlässlich des Besuchs bei der Voest seine Verbundenheit mit Linz und auch dem größten Linzer Industriebetrieb – so hatte er ja selbst früher auch im Unternehmen „geschichtelt“. Gemeinsam mit Voest-Chef Herbert Eibensteiner betonte er, dass die Zeit nun entscheidend sei für die Zukunft. „Die Karten für die energieintensive Industrie werden neu gemischt.“ Und es gelte hier entsprechende Maßnahmen zu setzen. „Denn die Industrie ist unsere Lebensversicherung. Sie sichert Wohlstand, schafft Arbeitsplätze und garantiert einen funktionierenden Sozialstaat. Deshalb müssen wir jetzt die Stopptaste gegen die schleichende Deindustrialisierung drücken und gezielt gegensteuern“, so der Neo-Minister.

Nationale Industriestratege angekündigt

Um die Abwanderung von Industriebetrieben aus Österreich zu verhindern, kündigte Hattmansdorfer eine nationale Industriestrategie an. Diese werde zentrale Fragen wie Arbeitskosten, Fachkräfte, Energieversorgung, Forschung & Innovation sowie Internationalisierung umfassen. „Wir bekennen uns zur Industrie in Österreich – mit einer Strategie, die den Standort stärkt, Wohlstand sichert und Österreich wettbewerbsfähig hält“, betonte der Minister. Dazu soll auch ein besonderes Augenmerk auf Entbürokratisierung gelegt werden.


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