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LINZ. Maßnahmen zu setzen, um die Ehrenamtlichen besser unterstützen zu können und sie vor allem sichtbarer zu machen: Das ist das Grundanliegen der im Mai 2025 im oberösterreichischen Landtag beschlossenen Ehrenamtsstrategie. Die bereits erste Früchte trägt. So gibt es mittlerweile eine „Servicestelle Ehrenamt“ als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle oder ein eigenes, mit 100.000 Euro dotiertes Förderprogramm.

V. l.: Katharina Diernberger, Geschäftsführerin SportsEconAustria (SpEA), Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner und Christian Helmenstein, Geschäftsführer SportsEconAustria (SpEA) (Foto: Land OÖ/Margot Haag)

Ist Ehrenamt quer durch alle Gesellschaftsbereiche nahezu unerlässlich, so trifft dies vor allem auch auf den Sport zu. Das zeigt auch die Studie „Ehrenamt im Sport in Oberösterreich“, die vom Sportland Oberösterreich in Kooperation mit SportsEconAustria und Economica durchgeführt wurde.

Demnach werden 96 Prozent der Arbeit im Sportbereich freiwillig erbracht und die Bruttowertschöpfung der ehrenamtlichen Arbeit belief sich im Jahr 2023 auf rund 241 Millionen Euro. „Diese Zahlen verdeutlichen, wie unverzichtbar das Ehrenamt für die finanzielle und organisatorische Stabilität des Sports ist“, betont Landesrat Markus Achleitner.

Bedeutung über Sport hinaus

Achleitner verweist auch auf die Bedeutung von Sportvereinen über die reine körperliche Bewegung hinaus. „Sportvereine sind weit mehr als nur Orte der sportlichen Betätigung. Sie bieten Menschen verschiedenster sozialer und kultureller Herkunft einen niederschwelligen Zugang zu gemeinsamer sportlicher Aktivität, unterstützen den Aufbau sozialer Netzwerke und ermöglichen das Knüpfen von Freundschaften“, so der Landesrat.

Ehrenamtliche fehlen

Nicht zuletzt aufgrund des zunehmenden Abgangs der Baby Boomer gehen die Mitgliederzahlen in den Vereinen zurück. Zudem hatte die Corona-Pandemie hier erhebliche Auswirkungen, besonders fehlt es an neuen Vereinsmitgliedern, die potenziell auch als Ehrenamtliche gewonnen werden könnten. Der durchschnittliche Eintritt ins Vereinsleben erfolgt mit etwa 22 Jahren, ehrenamtliches Engagement beginnt im Schnitt mit 31 Jahren. 

Stellenwert sichtbarer machen

Sportlandesrat Achleitner will den Stellenwert ehrenamtlicher Arbeit sichtbarer machen, um mehr Menschen dafür zu motivieren. Wie in der „Sportstrategie Oberösterreich 2025“ angedacht und festgelegt – soll es eine Reihe von Initiativen wie den Ehrenamtspreis oder den Supercoach und Ehrenzeichenverleihungen geben. Die Zukunft des Ehrenamts bzw. dessen Stärkung nimmt aktuell dazu auch bei der Entwicklung der neuen „Sportstrategie OÖ 2032+“ eine wesentliche Rolle ein.


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