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LINZ. Die Oberbank hat zwar im ersten Halbjahr 2025 weniger Gewinn erzielt als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres, allerdings sieht sich das Institut strukturell so gut aufgestellt wie noch nie. „Wir werden in den nächsten fünf Jahren unseren erfolgreichen Wachstumskurs fortsetzen“, blickt Generaldirektor Franz Gasselsberger optimistisch in die Zukunft. Wachstumsmärkte sind vor allem Deutschland und Tschechien.

Die Oberbank-Zentrale an der Linzer Donau. (Foto: Raumpixel)
Die Oberbank-Zentrale an der Linzer Donau. (Foto: Raumpixel)

Der Überschuss nach Steuern lag im ersten Halbjahr bei 179,2 Millionen Euro, das bedeutet einen Rückgang um 11 Prozent nach 201,4 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2024. „Im Lichte der Rahmenbedingungen ist das für uns ein exzellentes Ergebnis. Trotz der Rückgänge im Zins- und im Beteiligungsergebnis konnten wir durch eine zweistellige Steigerung im Provisionsergebnis, einem ausgezeichneten Risikoergebnis und einem stabilen Verwaltungsaufwand das Ergebnis auf hohem Niveau halten“, zeigen sich Gasselsberger und Vorstandsdirektor Martin Seiter dennoch hochzufrieden.

Hohe Eigenkapitalquote

Die Oberbank ist insgesamt sehr gut aufgestellt. Das Eigenkapital befindet sich auf europäischem Spitzenniveau und steigt kontinuierlich, im Jahresabstand ist es um weitere 5,4 Prozent auf 4,18 Milliarden Euro angewachsen. Damit sei sichergestellt, dass das weitere Wachstum auch finanziert werden kann, die Liquiditätsausstattung sei exzellent, wird betont.

In Deutschland plant die Oberbank bis zu zehn neue Standorte, aktuell ist man schon 46 Mal in zehn Bundesländern vertreten. Auch Tschechien und Ungarn sollen neben dem Heimatmarkt zum Wachstum beitragen. Dort finde man exzellent ausgebildete Mitarbeiter, eine sehr gute Infrastruktur und einen hohen Industrialisierungsgrad, erklärt Gasselsberger die Vorzüge dieser Länder.

Ausblick für Rest des Jahres

Den weiteren Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2025 beurteilt die Geschäftsleitung sehr positiv. Der wichtigste Konjunkturindikator für eine Bank ist die Firmenkreditnachfrage. Und hier steigt die Nachfrage nach Investitions- und Exportfinanzierungen auch in der Breite wieder an und die Oberbank erwartet bei den Kommerzfinanzierungen das beste Jahr seit langem. Das Jahresergebnis 2025 wird aber auch wesentlich vom Druck auf die Zinsspanne sowie der Entwicklung des Kreditrisikos und der Beteiligungsergebnisse geprägt sein, sodass ein präziser Outlook aus heutiger Sicht nicht möglich sei, hält man sich mit konkreten Prognosen aber zurück.


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