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Arbeitslosenquote in Oberösterreich im Jahresvergleich leicht gesunken

Tips Logo Karin Seyringer, 02.01.2026 14:02

OÖ. (Update) Die Arbeitslosenquote liegt in Oberösterreich bei 6,3 Prozent, nach 6,4 im Vorjahresvergleich, zeigen die aktuellen Daten zum oö. Arbeitsmarkt Dezember 2025. Oberösterreich ist laut AMS OÖ das einzige Bundesland mit rückläufiger Arbeitslosenquote und spricht von einer positiven Entwicklung. Im Bundesschnitt liegt die Quote bei 8,4 Prozent. 

 (Foto: HelgaQ/stock.adobe.com)
(Foto: HelgaQ/stock.adobe.com)

45.993 Personen waren beim AMS OÖ vorgemerkt (minus 253 im Vergleich zum Vorjahr, minus 0,5 Prozent), davon 18.029 Frauen und 27.964 Männer. Gegenüber stehen 16.968 beim AMS OÖ gemeldete offene Stellen. Dies entspricht einem Rückgang von 2.261 oder minus 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 10.350 Personen sind in Schulungen, nach 9.751 im Vorjahr.

2.274 Lehrstellensuchende sind gemeldet, davon 1.041 sofort verfügbar, 4.229 offene Lehrstellen gibt es, davon 1.152 sofort verfügbar.

Anstieg bei Langzeitarbeitslosigkeit, positive Entwicklung in Produktion und Bau

Einen Anstieg um 22,7 Prozent oder plus 1.997 Personen gibt es bei der Langzeitbeschäftigungslosigkeit (aktuell 10.804 Personen). Verzeichnet wird auch ein Anstieg bei Personen über 60 Jahren (aktuell 3.257, plus 334, plus 11,5 Prozent).

Im Branchenvergleich zeigt sich laut AMS OÖ aktuell eine positive Entwicklung in Produktion, Bau und bei der Arbeitskräfteüberlassung. Im Bezirksvergleich weißen zwei Drittel der oö. Arbeitsmarktbezirke aktuelle sinkende Arbeitslosenzahlen auf.

„Oberösterreich beendet als einziges Bundesland das Jahr 2025 mit einer rückläufigen Arbeitslosigkeit und mit der niedrigsten Arbeitslosenquote aller Nicht-Saison-Bundesländer. Diese positive Entwicklung ist in allen Altersgruppen der Haupterwerbsbevölkerung sichtbar und zeigt sich auch in den Industrieregionen Oberösterreichs. Nach einer bereits länger feststellbaren Konsolidierung im Bau zeigt sich dieser Trend nun auch im Bereich des produzierenden Sektors. Dies spiegelt sich insbesondere im Rückgang bei den Hilfsberufen und den Arbeitskräfteüberlassern wider“, erläutert Markus Litzlbauer, stellvertretender AMS OÖ-Landesgeschäftsführer.

Im Handel lasse sich noch keine Trendumkehr feststellen, was sich vor allem im Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit niederschlage. „Aufgrund der nach wie vor steigenden Langzeitbeschäftigungslosigkeit konzentrieren sich unsere Bemühungen auch im ersten Quartal 2026 auf deren Stabilisierung“, so Litzlbauer. 

Update: Reaktionen aus der Politik

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) betont, dass OÖ weiter vor Herausforderungen steht. „Gleichzeitig liegt Oberösterreich im Jahresvergleich unter dem Österreich-Schnitt. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft unserer Betriebe sowie eines klaren Fokus auf Arbeit und Leistung. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen und daran arbeiten, die Wirtschaft im Land Schritt für Schritt anzukurbeln und Beschäftigung zu sichern.“ Wirtschafts- und Arbeitsmarkt-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) verweist auf die Bedeutung von Qualifizierung und das Programm „upperWORK“, „damit setzen wir gezielt auf Weiterqualifizierung und unterstützen Menschen dabei, ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern.“

Auf den Rückgang von offenen Stellen verweist die SPÖ Oberösterreich, SP-Arbeitsmarktsprecher Hans Karl Schaller: „Die Aufnahmefähigkeit des oberösterreichischen Arbeitsmarktes lässt dramatisch nach. Die wirtschaftliche Lage unseres Bundeslandes ist angespannt, die Aufträge sinken – genau deshalb haben wir beim Budgetlandtag konkrete Investitionsmaßnahmen vorgeschlagen.“ Gerade im Hinblick auf weniger Lehrstellenangebot seien gezielte Investitionen nötig.


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