Land OÖ investiert in Unterstützungen für Frauen, Sozialförderungen und Hilfe nach Katastrophen
OÖ/LINZ. In ihrer Sitzung vom 12. Jänner fasste die Oö. Landesregierung mehrere Beschlüsse. Unter anderem in den Bereichen Frauenunterstützung, Soziales und Katastrophenhilfe.
Ein Schwerpunkt der neu beschlossenen Investitionen des Landes Oberösterreich liegt auf der Unterstützung von Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Diese würden sich oft in einem komplexen Netz von Problemen befinden. Das Ausziehen aus dem eigenen Heim könne diesbezüglich ein erster Schritt in ein selbstbestimmtes Leben sein, heißt es seitens des Landes. Die sogenannten Frauenübergangswohnungen dienen dabei als „sicherer Hafen, wo betroffene Frauen Unterstützung und Ruhe finden können, um ihr Leben neu zu gestalten“.
Dem Verein Berta – Beratung für Frauen und Mädchen in Kirchdorf an der Krems – wird für die Frauenübergangswohnung Steyr-Land ein Investitions- und Sachkostenzuschuss in der Höhe von 20.000 Euro gewährt.
Förderung im Sozialbereich
Auch der Sozialbereich war Thema der Sitzung. Dem Landesverband der Gehörlosenvereine in Oberösterreich wurde für das Jahr 2026 eine Förderung zum laufenden Vereinsaufwand und für Camps (Kinder, Taubblinden, Senioren) in der Höhe von 100.000 Euro bewilligt.
Der Landesverband ist der Dachverband von fünf in Oberösterreich ansässigen Gehörlosen- und Gebärdensprachvereinen. Zu seinen Aufgaben zählen die soziale, kulturelle und geistige Förderung der Gehörlosen und Hörgeschädigten sowie die bestmögliche Interessensvertretung dieser Gruppe auf allen Ebenen.
Darüber hinaus bemüht sich der Verband verstärkt um die Anerkennung, Verbreitung und wissenschaftlicher Erforschung der Gebärdensprache. Weiters organisiert der Landesverband ein Kindercamp für gehörlose, schwerhörige und hörende Kinder gehörloser Eltern sowie Taubblinden-Camps.
Katastrophenschäden an privatem Gut
Ein weiterer Beschluss betrifft die Unterstützung nach Elementarkatastrophen. In den Jahren 2022, 2024 und 2025 kam es in Oberösterreich durch Naturereignisse und Elementarkatastrophen wie Hochwasser, Vermurungen, Erdrutsche, Stürme und Hagel zu erheblichen Schäden an privatem Gut.
Viele betroffene Eigentümer beziehungsweise Pächter befinden sich aufgrund der notwendigen Schadensbehebungen in einer besonderen finanziellen Notlage und seien ohne öffentliche Unterstützung nicht in der Lage, die entstandenen Katastrophenschäden zu bewältigen.
Das Land Oberösterreich unterstützt in diesem Fall Liegenschaften in Neukirchen, Wartberg ob der Aist und Weyer durch Elementarschadensbeihilfen von gesamt 103.640 Euro aus dem Land- und Forstwirtschaftsressort.
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