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OÖ/LINZ/BEZIRK. (Update) Am Dienstag fand die mittlerweile schon sechste KV-Verhandlungsrunde für die rund 10.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten in den Ordensspitälern OÖ statt – wieder ohne Einigung. Damit wird die Gewerkschaft vida am 3. März erneut zum Streik aufrufen. Aber auch der nächste Verhandlungstermin steht schon fest: 12. März.

Auch am 22. Jänner wurde gestreikt. (Foto: VOLKER WEIHBOLD)
Auch am 22. Jänner wurde gestreikt. (Foto: VOLKER WEIHBOLD)

Am 22. Jänner wurde gestreikt, nun soll der 3. März folgen. Schon vor der sechsten Verhandlungsrunde am Dienstag stellte die Gewerkschaft vida vor Presse klar, dass man verhandlungsbereit sei, aber gleichzeitig in Vorbereitung für einen neuerlichen Streik, sollte es kein Angebot für eine Verbesserung bei der Arbeitszeit geben. Dieses gab es am Dienstag nicht. 

Mehr lesen: Nächster Streik an Ordensspitälern OÖ am 3. März möglich

Eine Verringerung der Arbeitszeit ist auch die Kernforderung – zuletzt wurde eine schrittweise Umsetzung der 37-Stunden-Woche bis 2028 vorgeschlagen, sowie die Übernahme des Abschlusses im öffentlichen Dienst (3,3 Prozent ab Juli 2026).

Ordensspitäler OÖ bereiten sich auf Streik vor

In einer Stellungnahme spricht die Arbeitgeberseite am Dienstag von einem „guten und fairen Angebot, dass die Interessen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den finanziellen Möglichkeiten der Häuser verbindet.“

Zudem wird bezüglich der Forderung nach einer Arbeitszeitreduktion darauf hingewiesen, dass der für alle Beschäftigten geltende Zeitbonus die Wochenarbeitszeit bereits auf rund 39 Stunden reduziere. „Zudem beinhaltet das Angebot der Ordensspitäler OÖ weitere arbeitszeitreduzierende Maßnahmen.“

Umso mehr bedauere man die Entscheidung der Gewerkschaft, am 3. März erneut zum Streik aufzurufen.

Die Ordensspitäler Oberösterreich bereiten sich bestmöglich auf den Streik vor, wie es heißt. „Die Sicherheit unserer Patienten hat oberste Priorität. Die Versorgung wird in allen Einrichtungen sichergestellt sein – insbesondere bei Notfällen. Sollte es vereinzelt zu Einschränkungen kommen, werden die betroffenen Patienten persönlich informiert.“

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 12. März statt. 

Update: Stellungnahme vida

Laut Stellungnahme der vida nach der sechsten Verhandlungsrunde am Dienstag legte die Arbeitgeberseite kein neues Angebot vor, es habe keinerlei Bewegung in der zentralen Frage der Entlastung durch Arbeitszeitverkürzung gegeben. „Die Gewerkschaft vida sieht sich daher gezwungen, die Vorbereitungen für einen Streik am 3. März weiter voranzutreiben.“

„Uns geht es um eine gute Patientenversorgung und um die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Oberösterreich. Dafür braucht es endlich spürbare Entlastung für die Beschäftigten – und die kommt nur mit einer realen Arbeitszeitverkürzung“, so vida-KV-Verhandlerin Martina Reischenböck. Man bleibe gesprächsbereit, es brauche aber „echte Vorschläge statt leerer Worte.“

Auch fordert die Gewerkschaft ein Eingreifen des Landes OÖ, das die Ordensspitäler maßgeblich finanziert. 

Für 3. März biete die Gewerkschaft den Arbeitgebern ein geordnetes Herunterfahren des Betriebs auf Basis einer gemeinsamen Vereinbarung an, um die Versorgungssicherheit bestmöglich zu gewährleisten.

Auch die Grüne Gesundheitssprecherin Brigitte Huber-Reiter fordert angesichts des neuerlichen Streiks ein Eingreifen der Landespolitik.


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