„Echt jetzt!“: Oberösterreichs Tourismus startet mit neuer Struktur neu durch
OÖ/BEZIRK/LINZ. Mit der vollständig umgesetzten neuen Struktur mit nun sieben Tourismusverbänden, einer Ausrichtung auf Ganzjahrestourismus und Schwerpunkt aufs Radfahren startet der Tourismus in Oberösterreich neu durch. Mit der neuen Kampagne „Echt jetzt!“ und „charmante Superlativen“ wird Lust auf Oberösterreich gemacht. Und auch die neuesten Zahlen aus den Tourismusregionen sorgen bei den Verantwortlichen für Freude.

Seit 1. Jänner 2026 ist die neue Tourismuslandkarte Oberösterreichs vollständig: Mit dem Tourismusverband Salzkammergut agieren nun sieben Tourismusverbände als größere Destinationseinheiten. Grundlage ist die Landes-Tourismusstrategie 2030, die auf qualitatives, saisonunabhängiges Wachstum setzt.
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„Dreimal Mehr“
„Mit dieser neuen Struktur erreichen wir sprichwörtlich ‚dreimal Mehr‘: Mehr Qualität und ein ganzjähriges Angebot im gesamten Bundesland. Mehr Schlagkraft in den internationalen Märkten, die immer wichtiger werden. Und mehr Expertise in strategischen Schlüsselthemen wie Digitalisierung und KI oder der Entwicklung von wertschöpfungsstarken Angeboten, die auch den Einheimischen zugutekommen“, ist Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) überzeugt.
Die neue Form der Zusammenarbeit in sieben statt ursprünglich 104 Tourismusverbänden soll Ressourcen bündeln und klare Zuständigkeiten schaffen. Es wird inhaltlich, organisatorisch und finanziell enger zusammengearbeitet.
Vor allem beim digitalen Service für die Gäste könnten Knowhow und finanzielle Mittel gebündelt werden. Digitale personalisierte Kunden-Ansprache etwa wird in ersten Pilotregionen getestet, ein landesweiter Roll-out soll folgen.
Bereits etabliert sind eine gemeinsame Webarchitektur oder die Tourismusdatenbank „Tourdata“.
Positive Zahlen zum Jahresauftakt
Bei der Präsentation der neuen Ausrichtung am Dienstag in Linz konnte Landesrat Achleitner auch die aktuellsten Zahlen aus den Tourismusregionen präsentieren, weitere Steigerungen nach Rekordjahren: Auch aufgrund von frühem Schneefall wurden von November bis Jänner rund 631.000 Ankünfte verzeichnet, ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nächtigungen stiegen auf mehr als 1,5 Millionen (plus 2,9 Prozent). Auch die Semesterferien brachten zusätzliche Impulse aus Österreich sowie aus Deutschland, Tschechien und den Niederlanden. „Im Zehn-Jahresvergleich wird ein Plus von 27 Prozent bei den Nächtigungen verzeichnet“, ist Achleitner erfreut. „Diesen Rückenwind nehmen wir mit, um die neue Struktur mit Leben zu erfüllen.“
Schwerpunkt Radfahren
Inhaltlich setzt Oberösterreich für 2026 einen klaren Fokus auf Radfahren – vom Genussradeln bis zum Gravelbike. Laut Gästebefragungen nutzt rund ein Drittel der Urlauber das Rad im Aufenthalt, 15 Prozent deklarieren ihren Urlaub explizit als Rad- oder Mountainbikeurlaub.
Mehr als 2.500 Kilometer touristische Radwege und über 3.500 Kilometer freigegebene Mountainbikestrecken stehen zur Verfügung. Der Radgast bleibt häufig mehrere Tage und sorgt für vergleichsweise hohe Wertschöpfung.
Einige der Rad-Angebote in OÖ: Selbstbewusst zeigt sich das Mühlviertel mit der neuen Tourismus-Rad-Marke „Velorama“, der Donauradweg ist die „Mutter aller Radwege“, in Linz findet sich Österreichs einzige Radrennbahn hello yellow Velodrom, im 360° Alpenland lockt der Hintergebirgsradweg, im Quellenviertel ist die neue Entdecker-Radtour da, in Wels wird zu offenen Community-Rides geladen, zehn Etappen umfasst der Salzkammergut BergeSeen eTrail.
Neue Marke „Oberösterreich – echt jetzt!“
Sichtbar wird der Neustart auch mit neuem Markenauftritt. Mit dem Claim „Oberösterreich – Echt jetzt!“ soll das Bundesland selbstbewusst positioniert werden. Die Kampagne wird in mehreren Phasen in Österreich sowie in wichtigen Auslandsmärkten ausgerollt.
Oberösterreich Tourismus-Geschäftsführer Andreas Winkelhofer beschreibt die strategische Ausrichtung so: „Oberösterreich ist nicht das Land der großen Rekorde, des ‚schneller – höher – weiter‘. Es ist das Land der besonderen Momente, die es in dieser Form und in dieser Qualität anderswo nicht gibt.“
Man wolle das Profil als „Land charmanter Superlative“ schärfen und besondere Erlebnisse in den Mittelpunkt stellen. Es gehe um das „Only in Oberösterreich“, „wir reden von besonderen Angeboten, die es nur in Oberösterreich gibt, stellen die Menschen, die Oberösterreich ausmachen, in den Mittelpunkt.“ Er verweist ebenfalls auf Gästebefragungen, nach denen Oberösterreich als „erholsam, naturnah, gastfreundlich und authentisch“ wahrgenommen werde.
In all den Bestrebungen herrscht Einigkeit: Das Interesse das Gastes wird vorangestellt.
Die sieben Tourismusdestinationen in OÖ
Nach abgeschlossener Reform bestehen nun diese sieben Tourismusverbände in OÖ:
- Tourismusverband Salzkammergut – zusammengeführt aus den bisherigen Tourismusverbänden Attersee-Attergau, Bad Ischl, Inneres Salzkammergut, Mondseeland – Mondsee-Irrsee, St. Wolfgang und Traunsee-Almtal
- Tourismusverband Quellenviertel - aus den Tourismusverbänden Vitalwelt, Innviertel, Entdeckerviertel und Hausruckwald
- Tourismusverband Region Wels
- Tourismusverband Mühlviertel - aus den Tourismusverbänden Ferienregion Böhmerwald, Mühlviertler Alm Freistadt und Mühlviertler Hochland
- Tourismusverband 360°Alpenland - aus den Tourismusverbänden Pyhrn-Priel, Bad Hall, Steyr und die Nationalparkregion
- Tourismusverband Linz
- Tourismusverband Donauregion Oberösterreich (zuvor Tourismusverband Donau Oberösterreich)


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