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Nachhaltigkeit prägt schon seit 300 Jahren: 21. März ist Tag des Waldes

Tips LogoKarin Seyringer, 20.03.2026 14:46

OÖ/LINZ. Jährlich wird am 21. März der internationale Tag des Waldes begangen, um auf die zahlreichen Funktionen das Waldes hinzuweisen. Österreichs Baum des Jahres 2026 ist übrigens die Lärche.  

Zu Besuch bei Tips in Linz: proHolz-Obmann Georg Starhemberg mit Tips-Chefredakteurin Alexandra Mittermayr. (Foto: Tips)

Klimaregulator, Wasserspeicher, Erholungsort, Rohstofflieferant: Um auf die zahlreichen Funktionen des Waldes hinzuweisen, wurde 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen der „Tag des Waldes“ ins Leben gerufen. Hintergrund dafür ist, dass der Wald nicht nur als Erholungsort dient, sondern auch Rohstofflieferant und Devisenbringer ist, eine wichtige Schutzfunktion im Gebirge innehat, das Klima reguliert und unser Wasser speichert und filtert.

„Wertschöpfungskette ist heimisch“

„Was vielleicht auch nicht so bewusst ist: Diese Wertschöpfungskette Holz ist eine heimische, wo wir die Wälder und das Wissen haben, damit umzugehen, sie zu bewirtschaften und klimafit zu gestalten. Wir haben die Forstwirtschaft, wir haben die Sägeindustrie, die Papierindustrie, die Holzbauindustrie, die Möbelindustrie, wir haben die Tischler und wir haben die Forschung. Und entlang dieser Kette sind wir überall gut“, so Georg Starhemberg, Obmann von proHolz Oberösterreich. Gerade im ländlichen Raum sei das Holz mit seiner Wertschöpfungskette ein wirtschaftlicher Turbo.

Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes waren er sowie proHolz-Geschäftsführer Markus Hofer zu Gast bei Tips in Linz.

Seit 300 Jahren der Nachhaltigkeit verpflichtet

„Wir haben auch das strengste Forstgesetz. Wir sind verpflichtet, nicht mehr zu entnehmen als nachwächst, seit 300 Jahren“, betont er auch den grundsätzlichen Nachhaltigkeitsgedanken. Das Gesetz habe sich bewährt, „andere Länder versuchen es nachzubilden, auch im Zuge des Green Deal. Wenn du einen Baum schneidest musst du einen neuen setzen, wenn man vereinfacht spricht. Und wir erwarten uns ja alle als Gesellschaft, uns enkeltauglich auszurichten. In der Forstwirtschaft geht das nicht anders. Hätten unsere Großväter und Urgroßväter keine Bäume gesetzt, hätte wir heute keine zu ernten“, so Starhemberg.

Lärche ist Baum des Jahres 2026

Österreichs Baum des Jahres ist die Lärche. „Sie passt perfekt zu den Funktionen des Waldes. Denn die Lärche hat viele gute Eigenschaften und ist wertvoll für Mensch und Natur.“

Die Europäische Lärche wirft als einzige im Herbst ihre Nadeln ab, die wertvollen Humus bilden. Zuvor verfärben sie sich leuchtend goldgelb. Als typische Pionierbaumart besiedelt die Lärche Hochlagen, Lawinenhänge und steinige Standorte bis über 2.000 Meter Seehöhe. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem macht sie besonders standfest und widerstandsfähig. Unter günstigen Bedingungen erreicht sie Höhen von bis zu 45 Metern und kann mehrere 100 Jahre alt werden.

Ab März blüht die Lärche und ist damit wichtige Pollenquelle für Wildbienen und andere Insekten. Die Samen aus den Zapfen dienen zahlreichen Vogelarten als Nahrung. Die Borke älterer Lärchen ist Lebensraum für Insekten, Vögel und Fledermäuse. 

Auch für die Gesundheit hat die Lärche etwas zu bieten: Aus Lärchenharz kann mittels Destillation Terpentinöl für viele Verwendungen gewonnen werden. Das Öl wird wegen seiner durchblutungsfördernden, wärmenden, desinfizierenden und schmerzlindernden Wirkungen vor allem in Salben gerne eingesetzt.

Vorteile im Holzbau

Und auch für den Holzbau bietet Lärchenholz viele Vorteile: Es ist dauerhaft, mittelhart, formstabil, gut zu trocknen und zu bearbeiten, neigt aber bei Ästen oder unregelmäßigem Faserverlauf zum Splittern und Ausreißen. Aufgrund seines hohen Harzgehalts ist es besonders witterungsbeständig. Lärchenholz eignet sich gut für den Außenbereich, etwa für Fassaden, Fenster, Zäune oder Dachschindeln.


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