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Die fünf kritischen Stolperfallen beim Immobilienverkauf

Tips Logo Online Redaktion, 15.04.2026 18:00

OÖ. Der Immobilienmarkt verzeiht keine Fehler – besonders wenn es um die Veräußerung des eigenen Heims geht.

Matheus De Souza, staatlich geprüfter Immobilienmakler und Bauträger (Foto: Veronika Scharinger/ Onmedia Art)

Matheus De Souza, staatlich geprüfter Immobilienmakler und Bauträger aus Hörsching, weiß aus der Praxis, dass mangelnde Vorbereitung oft teuer bezahlt wird. Um Eigentümer vor finanziellen Einbußen zu bewahren, skizziert der Experte die fünf häufigsten Fehler beim Immobilienverkauf.

1. Das Preiskalkül: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Einer der gravierendsten Fehler ist laut De Souza ein falsch angesetzter Angebotspreis. „Ein zu hoher Angebotspreis führt häufig zu einer geringeren Nachfrage und verlängert die Vermarktungsdauer. Umgekehrt bedeutet ein zu niedriger Preis einen direkten finanziellen Verlust. Eine fundierte Marktanalyse ist daher essenziell“, so der Makler. 

2. Der „First Impression“-Effekt

Oft unterschätzt wird die visuelle und inhaltliche Aufbereitung des Objekts. Unprofessionelle Fotos oder ein lückenhaftes Exposé mindern die Nachfrage massiv. De Souza betont: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“ Hochwertiges Bildmaterial und eine klare Darstellung sind entscheidend, um potenzielle Käufer emotional abzuholen.

3. Bürokratische Hürden durch Dokumentenmangel

Ein Verkauf gerät schnell ins Stocken, wenn wichtige Unterlagen wie der Energieausweis, der Grundbuchauszug oder das Nutzwertgutachten fehlen. „Unvollständige Dokumente führen nicht nur zu Verzögerungen, sondern beschädigen auch das Vertrauen der Kaufinteressenten in die Seriosität des Angebots“, warnt der Fachmann.

4. Emotionale Befangenheit als Werttreiber

Eigentümer betrachten ihre Immobilie oft durch die Brille persönlicher Erinnerungen. Für den Markt sind diese jedoch irrelevant. Während der Verkäufer den ideellen Wert sieht, zählen für den Käufer ausschließlich objektive Kriterien wie Lage, Bausubstanz und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine sachliche Distanz ist hier für den Erfolg maßgeblich.

5. Taktikfehler in der Verhandlung

Ein erfolgreicher Abschluss steht und fällt mit der Verhandlungsführung. Wer ohne klare Strategie agiert, riskiert viel: „Unüberlegte Preiszugeständnisse oder eine zu starre Haltung können das Ergebnis negativ beeinflussen“, erklärt De Souza. Eine strukturierte Vorbereitung sei daher der Schlüssel, um den optimalen Verkaufspreis zu erzielen.


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