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Land OÖ bringt mit „WunderKInd OÖ“ KI-Exzellenzstrategie in Umsetzung

Tips LogoKarin Seyringer, 14.04.2026 19:58

OÖ/LINZ/BEZIRK. Künstliche Intelligenz (KI) soll in Oberösterreich zum Jobmotor werden – und nicht nur in Betrieben, sondern auch in Vereinen, Gemeinden und in der breiten Bevölkerung ankommen. Dazu hat das Land OÖ im Herbst ihre KI-Exzellenzstrategie gestartet. In den Bezirken werden dazu auch Info-Vorträge angeboten. 

JKU-Professor Teodoro Cocca, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Emmi-AI-Gründer und Professor Johannes Brandstetter (v. l.) (Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer)

Oberösterreich will bei KI eine führende Rolle in Europa einnehmen, eine KI-Leitregion werden. Mit der Kampagne „WunderKInd Oberösterreich“ startet nun die Umsetzung der ausgerufenen KI-Exzellenzstrategie. Ziel ist es, Innovation schneller in wirtschaftlichen Erfolg und konkrete Anwendungen zu bringen, um den Wohlstand in Oberösterreich zu sichern.

„Oberösterreich bringt alles mit, um eine führende KI-Region in Europa zu sein – wirtschaftliche Stärke, exzellente Forschung und eine Gesellschaft, die offen für Innovation ist“, ist Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) überzeugt. „Jetzt geht es darum, dieses Potenzial konsequent in Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu übersetzen.“

Seit Herbst haben Experten die Strategie entwickelt, darunter der ehemalige JKU-Rektor Meinhard Lukas, Wirtschaftswissenschaftler und JKU-Professor Teodoro Cocca, Emmi-AI-Gründer und Professor am Institut für Machine Learning der JKU Linz Johannes Brandstetter oder auch Venture Capital-Vertreter aus Bayern.

Die Analyse zeige klar: „Die Stärke des Standorts liegt nicht im fehlenden Wissen, sondern darin, dieses schneller umzusetzen: in Anwendungen, Geschäftsmodelle und konkrete Projekte“, sind sich alle einig.

Fokus auf Wirtschaft und Arbeitsplätze

„Jetzt geht es darum, dieses Potenzial konsequent in Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu übersetzen“, so Stelzer.

Geplant sind unter anderem neue Finanzierungsinstrumente sowie ein stärkerer Zugang zu Venture Capital und internationalen Netzwerken vor allem für Start-Ups. Auch Spin-offs aus Universitäten sollen gezielt gefördert werden. Eine Matchmaking-Plattform soll Start-Ups und Leitbetriebe besser verbinden. Das Ziel: Wertschöpfung dauerhaft am Standort zu halten. „Ein innovationsstarker Standort braucht nicht nur Ideen, sondern auch Kapital und Strukturen, um daraus erfolgreiche Unternehmen entstehen zu lassen. Genau hier setzt die Strategie an“, erläutert Cocca.

Bandstetter hat mit seinem Start-Up Emmi-AI selbst viel Erfahrung sammeln können. Für ihn ist Linz ein guter Standort, um international erfolgreich sein zu können – mit geografisch guter Lage und vorhandenem Fachwissen. Die gut ausgebildeten Fachkräfte machen für ihn auch das Kapital aus. Was er sich wünscht, ist mehr Offenheit der Industrie in Oberösterreich, die Angebote von Start-Ups auch mehr anzunehmen.   

KI soll im Alltag ankommen

Aber nicht nur Start-Ups und Leitbetriebe stehen im Fokus. Die KI-Exzellenzstrategie soll auch im Alltag der Menschen ankommen.

Bereits jetzt wurden in Oberösterreich fast 1.000 Workshops zu Digitalisierung und KI in 170 Gemeinden durchgeführt, in Zusammenarbeit mit dem OeAD, der Agentur für Bildung und Internationalisierung. Rund 9.800 Personen haben daran teilgenommen. Weitere 130 Workshops in 53 Gemeinden sind bereits geplant.

Dazu gibt es seit April von der Servicestelle Ehrenamt des Landes OÖ eine landesweite Vortragsreihe an den Bezirkshauptmannschaften, die sich gezielt an Ehrenamtliche und engagierte Personen in den Regionen richtet. Fokus dieser Info-Reihe ist ein praxisnaher Einblick, wie die Nutzung von KI-Tools Vereinsarbeit erleichtern kann.

Der Eintritt zu diesen Info-Abenden ist frei. Alle Termine und Infos gibt es auf treffpunktehrenamt.at

Kombination aus Kursen und Online-Angeboten

Ergänzend dazu wurde ein digitales Weiterbildungsangebot aufgebaut. Mehrere Videomodule sollen praxisnah Wissen zu KI vermitteln. Von der Grundfrage „Was ist Künstliche Intelligenz?“ über rechtliche Themen und korrekter Nutzung bis zur „Öffentlichkeitsarbeit mit KI“ werden verschiedenste Themen behandelt. 

Zu finden sind die Videomodule kostenlos unter treffpunktehrenamt.at/weiterbildungen

„Wir setzen bewusst auf eine Kombination aus persönlichen Begegnungen und digitalen Angeboten“, so Stelzer. „So erreichen wir möglichst viele Menschen und schaffen nachhaltige Lernmöglichkeiten.“


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