Oberösterreich auf Knopfdruck: Digitale Kartenwelt Doris umfassend erneuert
OÖ/LINZ/BEZIRK. Oberösterreichs beliebte Plattform DORIS wurde umfassend modernisiert. Interessierte Bürger, Gemeinden und Unternehmen können damit nun noch schneller und einfacher auf Grundstücksdaten, Luftbilder und Geoinformationen und geschichtlich spannende Inhalte zugreifen, kostenlos und niederschwellig. Besonders praktisch: Der neue Grundstücksreport bündelt übersichtlich auf einen Blick.
Das „Digitale Oberösterreichesche Rauminformationssystem“, besser bekannt als DORIS, ist seit vielen Jahren zentrale Plattform für geografische Informationen in Oberösterreich. Die bisherige Plattform wird nun durch das neue „DORIS WebGIS“ ersetzt. Ziel ist eine schnellere, übersichtlichere und einfachere Nutzung von Karten, Luftbildern und Geodaten.
Das System wird etwa für Raumplanung, Infrastrukturprojekte oder Grundstücksabfragen genutzt. Aber auch für die breite Bevölkerung gibt es viel Spannendes zu entdecken. Seien es angehende Häuslbauer, die Infos zum Grundstück und der Infrastruktur in der Umgebung, suchen, Hobby-Archäologen, Geografiestudierende oder einfach nur interessierte Bürger, die stöbern wollen: DORIS umfasst etwa 1.200 Kartenthemen. Auch etwa der Traunsee in 3D, außergewöhnliche Strukturen am Grund des Mondsees oder der beliebte Themenbereich „Hofnamen und Häusergeschichte“ zu rund 100.000 Höfen im Bundesland können eingesehen werden.
Im Schnitt 770.000 Zugriffe täglich
„DORIS verzeichnet im Durchschnitt 770.000 Zugriffe pro Tag, bis zu einer Million täglich“, unterstreiche Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) die Beliebtheit des Angebots. „Widmungen, historische Daten – alles kostenlos, alles extrem informativ wird geboten.“
Neues DORIS mit vielen Vorteilen
Mit der Umstellung vom bisherigen DORIS WebOffice auf das neue DORIS WebGis wurde das System nun umfassend modernisiert. Die Vorteile: Die Nutzung ist schneller und flexibler zu gestalten. Auch Druck- und Auswertungsfunktionen wurden erweitert. Gleichzeitig wurde eine nachhaltige technische Grundlage für zukünftige Anforderungen geschaffen, so Steinkellner.
DORIS WebGis basiert nun auf Open-Source-Technologie. Kooperiert wurde dabei mit den anderen Bundesländern, die diese alle ebenfalls – außer Wien – nutzen, wie Markus Beyer, seit 1. Jänner 2026 Abteilungsleiter Geoinformation und Liegenschaft beim Land OÖ, erläutert. Lizenzkosten entfallen weitgehend, durch die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit werden Entwicklungs- und Betriebskosten gesenkt.
Neu: Grundstücksreport
Das neue DORIS ist auf allen Endgeräten nutzbar, vom Desktop bis zum Smartphone. Ein zentrales neues Werkzeug ist ein erweitertes Reporting-System, der Grundstücksreport. Dort werden wichtige Informationen zu einem Grundstück gebündelt dargestellt. Dazu zählen etwa Grundstücksdaten, Flächenwidmung, Luftbilder-Zeitreihen (bereits eingescannt sind 45.000 Luftaufnahmen vom Bundesland in die Vergangenheit zurückreichend, bis zu 70.000 sollen es werden), Höhenmodelle, Infos zu etwaigen Naturgefahren oder vorhandene Infrastruktur im Umfeld. Nutzer erhalten die Informationen damit kompakt und auf Knopfdruck.
Bis Sommer parallel nutzbar
„Alles, was das Land verfügbar hat, wird über DORIS bereitgestellt“, so Beyer. „Ich hoffe, unsere Begeisterung schwappt über und die Nutzer haben viel Freude damit!“
Bis zum Sommer wird parallel auch noch die bisherige DORIS-Version betrieben, so werde ein sanfter Umstieg gewährleistet.
Alle Infos, Einstieg und zur Verfügung gestellte Schulungsunterlagen in Form von Handbüchern und Videos für die Nutzung des neuen Systems sind unter www.doris.at zu finden. Die Nutzung ist kostenlos, eine Registrierung ist nicht erforderlich.
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