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OÖ/LINZ. Viele Jugendliche wissen am Ende der Pflichtschule noch nicht, welcher Berufs- oder Ausbildungsweg zu ihnen passt. Die Potenzialanalyse – ein Berufsorientierungsangebot von Land OÖ und Wirtschaftskammer (WK) OÖ - hilft. Bereits 100.000 Jugendliche haben in den elf Jahren des Bestehens das Angebot genutzt.

100.000 mal Wegweiser für die Zukunft, v. l.: Landesrat Markus Achleitner, Philipp Klopf (Lehrling Orthopädietechnik), Anna Falkner (Teilnehmerin Potenzialanalyse und Absolventin der Dualen Akademie), WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und Stefan Illibauer (Lehrer TMS St. Marienkirchen) (Foto: Röbl)

Die Potenzialanalyse ermöglicht es, eigene Stärken besser kennenzulernen und auf dieser Grundlage eine passende Ausbildungs- oder Berufswahl zu treffen. Dazu werden kognitive Fähigkeiten, Interessen und Begabungen erhoben. Anschließend werden die Ergebnisse in einem Feedback-Gespräch mit Eltern oder Vertrauensperson und gemeinsam mit einem erfahrenen Arbeitspsychologen besprochen. 

„Solides Fundament für Entscheidung“

„100.000 Jugendliche haben mit Hilfe der Potenzialanalyse bereits ein solides Fundament für ihre Berufs- und Ausbildungsentscheidung bekommen“, freut sich WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. „Je frühzeitiger und professioneller Jugendliche abgeholt werden, desto zielgerichteter gelingt der Übergang in den Arbeitsmarkt. Oberösterreich nimmt hier mit seiner flächendeckenden Potenzialanalyse eine absolute Vorreiterrolle ein und zeigt vor, wie moderne Arbeitsmarktlenkung bereits im Klassenzimmer beginnt.“

„Kein Talent soll verloren gehen“

Für Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) ist das Angebot auch mit Blick auf den Fachkräftemangel wichtig. „So vielfältig die Menschen in unserem Land sind, so vielfältig sind auch ihre Talente. Diese individuellen Talente aufspüren und bei der Berufs- und Ausbildungswahl entsprechend zu kennen und auch zu berücksichtigen, ist das Ziel der Potenzialanalyse. Kein Talent soll verloren gehen, stattdessen soll es der Grundstein für einen erfolgreichen Berufs- und Karriereweg und im besten Fall auch Lebensweg sein.“

Die Potenzialanalyse ist mittlerweile fest im oberösterreichischen Schulsystem verankert. Laut WKOÖ brechen Jugendliche, die ihre Ergebnisse bei der Ausbildungswahl berücksichtigen, ihre Ausbildung nur halb so oft ab, wie jene, die das nicht tun. Und: 60 Prozent wurden durch die Potenzialanalyse auf Stärken und Perspektiven aufmerksam, die ihnen vorher noch nicht bewusst waren.

Kontinuierlicher Ausbau

Die Reichweite der Orientierungshilfe wurde über die Jahre kontinuierlich ausgebaut. So wurde das Programm im Schuljahr 2022/23 auch für die AHS-Oberstufen geöffnet. Jedes Jahr nutzen 90 Prozent der Mittelschulen sowie ein Drittel der AHS-Standorte dieses Angebot. Im abgelaufenen Schuljahr beteiligten sich rund 240 Schulen quer durch alle oberösterreichischen Bezirke.

Im Klassenverband oder individuell

Durchgeführt wird die Potenzialanalyse vom Karriere-Center der WKOÖ. Im Schuljahr 2026/27 steht das Angebot erneut allen Jugendlichen der achten Schulstufe sowie den AHS-Schülern der 11. Schulstufe offen. Anmeldungen für Schulklassen sind ab Schulbeginn telefonisch im Karriere-Center der WKOÖ möglich.

Sollte die Potenzialanalyse nicht in der Schule angeboten werden, können Testung und Beratung auch individuell gebucht werden.

Mehr Infos/Kontakt: www.wko.at/ooe/bildung-lehre/startseite-kace; Tel. 05 90909 4061


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