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OÖ. Die FH Oberösterreich hat 2025 so viel Forschungsumsatz wie noch nie erzielt. In 562 Projekten arbeiten Forschende unter anderem an künstlicher Intelligenz, nachhaltiger Produktion, Mobilität, Wasserstoff und Medizintechnik. Von den Ergebnissen profitieren mehr als 600 Unternehmen und Institutionen.

V. l.: Johann Kastner (Vizepräsident FH OÖ Forschung & Entwicklung), Isolde Perndl (Kaufmännische Geschäftsführerin FH OÖ), Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner, FH OÖ-Präsident Michael Rabl und Rudolf Mark (Vorsitzender des F & E-Beirates der FH OÖ und Geschäftsführer Mark Metallwaren GmbH) (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Die Forschungs- und Entwicklungs-GmbH der FH Oberösterreich hat 2025 einschließlich ihrer Beteiligungen einen Gesamtumsatz von 35,7 Millionen Euro erzielt. Das sind 4,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Ohne Beteiligungen stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 30,8 Millionen Euro.

Insgesamt bearbeitete die FH OÖ im vergangenen Jahr 562 Forschungsprojekte. Daran waren 242 Professoren sowie 230 wissenschaftliche Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten beteiligt. Zudem entstanden 575 wissenschaftliche Publikationen. Rund 60 Prozent der mehr als 600 beteiligten Unternehmen und Institutionen sind kleine und mittlere Betriebe.

Forschung zu Zukunftsthemen

Ein großer Teil der Projekte beschäftigt sich mit aktuellen Zukunftsthemen. 64 Prozent hatten einen Schwerpunkt in den Bereichen Digitalisierung und künstliche Intelligenz. 58 Prozent bezogen sich auf Themen des Green Deals, darunter saubere Energie, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Mobilität sowie Lebensmittel und Ernährung.

„Die FH OÖ stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts OÖ nicht nur durch hochqualifizierte Fachkräfte, sondern auch durch innovative Forschungsergebnisse. Die anwendungsorientierte Forschung der FH OÖ ist für den Innovationsvorsprung unseres Bundeslandes von zentraler Bedeutung“, so Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) am Dienstag. 

Das Land OÖ investiert heuer laut Achleitner 103 Millionen Euro in Wissenschaft und Forschung. Die FH OÖ erhält zudem eine Basisfinanzierung von rund einer Million Euro für Forschung und Entwicklung. Achleitner betont, Forschungsergebnisse müssten möglichst rasch in die Betriebe gelangen: „Wir müssen um das innovativer sein, als wir teurer produzieren.“

Enges Zusammenspiel von Forschung und Lehre

Österreichweit liegt die FH OÖ bei den geförderten Projekten der Forschungsförderungsgesellschaft FFG an der Spitze der Fachhochschulen. Von 2022 bis Juli 2026 startete sie 129 solcher Projekte. Auch bei den Josef-Ressel-Zentren führt sie Anfang 2026 mit sechs von insgesamt 18 laufenden Zentren.

Zu den aktuellen Forschungsschwerpunkten zählen das Wasserstoff-Forschungszentrum am Campus Wels, automatisierte Busse, digitale Zwillinge für Industrieprozesse und neue Verfahren für künstliches biologisches Gewebe. In europäischen Projekten arbeitet die FH OÖ außerdem an klimafreundlicher Binnenschifffahrt und an digitalen Lösungen für Regional- und Güterzüge.

Hochschul-Präsident Michael Rabl sieht in der engen Verbindung von Forschung und Studium eine besondere Stärke: „Die Intensität, mit der wir anwendungsorientierte Forschung und praxisnahe Lehre in den Studiengängen miteinander verbinden, ist österreichweit einzigartig. Neben dem Nutzen unserer Forschung für Wirtschaft und Gesellschaft hilft sie uns auch dabei, unsere Studienpläne zukunftsweisend zu gestalten und Studierende hautnah erleben zu lassen, wie durch angewandte Forschung innovative Produkte und Prozesse entstehen.“

Für die praktische Anwendung

Angewandte Forschung an der FH OO bedeutet in der Regel Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen, die die gemeinsam kreierten Innovationen in die praktische Anwendung bringen.

Rudolf Mark, Geschäftsführer der MARK Metallwaren GmbH in Spital am Pyhrn, ist als Vertreter aus der Praxis auch Vorsitzender des F & E-Beirates der FH OÖ. Sein Unternehmen ist gleichzeitig ein wichtiger Forschungspartner.

„Projekte im Gesamtwert von rund neun Millionen Euro wurden bisher gemeinsam im Bereich der Umformtechnik umgesetzt. Als Unternehmen schätzen wir den unkomplizierten Zugang zur FH-Forschung, die anwenderorientierte Umsetzung, die gute technische Ausstattung an der FH OÖ und die schnelle Umsetzung der Forschungsanliegen. Wir freuen uns auch darüber, dass wichtige Ansprechpersonen über viele Jahre konstant bleiben.“

Im September startet ein weiteres Vorhaben. Dabei sollen künstliche Intelligenz, Messtechnik und Laserverfahren die Lebensdauer von Tiefziehwerkzeugen verlängern. Werkzeuge sollen dadurch gezielter repariert statt frühzeitig ersetzt werden. Das soll Kosten, Materialverbrauch, CO₂-Ausstoß und Produktionsausfälle reduzieren.


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