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OPPONITZ. In der Fischergemeinde kann sich WIR-Listen-Spitzenkandidat und Bürgermeister Johann Lueger über einen Zuwachs von knapp 12 Prozent freuen. Sowohl die SPÖ als auch die FPÖ verloren jeweils ein Mandat. 

  1 / 3   Bürgermeister Johann Lueger freut sich über zwei zusätzliche Mandate für die ÖVP. Foto: Gemeinde Opponitz

Die Überraschung über den Zugewinn von zwei Mandaten ist Bürgermeister Lueger, der bereits 2015 eine Zweidrittelmehrheit erreichte, anzumerken: „Ich persönlich habe gehofft, dass wir die zehn Mandate halten, auch das wäre schon ein schöner Erfolg gewesen, aber dass wir noch zwei Mandate dazugewinnen, das war nicht absehbar. Das ist natürlich ein Traum! Wir sind dankbar und nehmen das Ergebnis mit Demut an. Wir werden das für Opponitz bestmöglich umsetzen. Es ist aber ganz wichtig, dass weiterhin alle – auch die Oppositionsparteien – für die Gemeinde zusammenarbeiten. Es geht nur miteinander. Das ist ganz, ganz wichtig. Für die nächsten Jahre stehen große Herausforderungen an, die schaffen wir nur gemeinsam.“

„Fisch beginnt am Kopf zu stinken“

Entsetzen herrscht in der SPÖ über das verlorene Mandat. Parteiobmann Walter Maurer dazu: „Das Ergebnis ist erschreckend! Aber irgendwie muss es weitergehen, müssen wir weiterkämpfen.“ Auf die Frage, ob es eine Mitverantwortung vonseiten der Bundes-SPÖ gibt, findet Maurer deutliche Worte: „Auf alle Fälle! Der Fisch fängt am Kopf zum Stinken an. Wenn man sich das Burgenland anschaut, sieht man ja, dass es geht. Doskozil redet nicht lang, der setzt gleich um, im Bund wird nur geredet und nichts getan.“ Die Spitzenkandidatin Daniela Krammer träfe keine Schuld, ist der Parteiobmann überzeugt, „aber vielleicht waren wir zu wenig präsent“.

FPÖ verliert 4,29 Prozent

Der Verlust von über vier Prozent Wählerstimmen bedeutet ein Mandat weniger für die FPÖ. Spitzenkandidat Alexander Schnabel bleibt allerdings mit einem Mandat im Gemeinderat vertreten. „Ich möchte mich an dieser Stelle  bei allen Wählern, die mir ihre Stimme gegeben haben, bedanken. Es ist der Wählerauftrag eben als Opposition vertreten zu sein“, so Schnabel. „Ich werde dementsprechende Oppositionspolitik machen. In einer kleinen Ortschaft wie Opponitz geht es aber nur miteinander. Natürlich gratuliere ich auch dem Herrn Bürgermeister zu seinem Wahlerfolg.“ Ob auch in seinem Fall die Bundesebene Auswirkungen zeitigt, meint Schnabel: „Es kann durchaus sein, dass die Ereignisse des vergangenen FPÖ-Jahres auch auf so kleine Gemeinden wie Opponitz abfärbt. Ich glaube aber, je größer die Gemeinde desto mehr spielt wahrscheinlich die Marke FPÖ eine Rolle, die Geschichten im Bund. Da muss jetzt Ordnung reingebracht werden.“


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