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OTTENSHEIM. Täglich wandern Tonnen von Lebensmitteln in den Müll. Gründe dafür – wie falsches Einkaufsverhalten oder Überproduktion – gibt es genügend. Die Initiative Foodsharing kämpft gegen diese Vergeudung wichtiger Ressourcen.

Agnes Serglhuber und Martina Kastler vor dem Foodsharing-Kühlschrank Foto: Hamedinger
Agnes Serglhuber und Martina Kastler vor dem Foodsharing-Kühlschrank Foto: Hamedinger

Ottensheim, 7.45 Uhr. Martina Kastler und Agnes Serglhuber sind gerade dabei den Kühlschrank mit Obst, Kuchen und Käse zu befüllen. Auf den ersten Blick eine Tätigkeit, die in der Gemeinde täglich hunderte Male passiert. Doch der Kühlschrank befindet sich nicht in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus, vielmehr steht er hinter dem Gemeindeamt im Freien. Und dieser ungewöhnliche Standort hat einen besonderen Grund, wie Kastler erklärt: „Seit April sammeln wir bei Landwirten, Gastronomen, Supermärkten oder Privaten Lebensmittel, die nicht mehr gebraucht werden und stellen diese hier kostenlos zur Verfügung.“

Lebensmittel sind wertvoll

Natürlich müssen die gesammelten Lebensmittel für den Verzehr geeignet sein und sollten nicht leicht verderblich sein. Sonst gibt es aber keine Einschränkungen. „Bei uns kann jeder Lebensmittel abgeben und jeder sich beim Eisschrank bedienen“, sagt Serglhuber, die mit viel Idealismus der ehrenamtlichen Tätigkeit nachgeht und erklärt: „Uns geht es darum bewusst zu machen, wie wertvoll Lebensmittel sind.“

Moderne Medien helfen

Im Zentrum des Foodsharing steht also nicht der soziale Zweck, auch wenn naturgemäß auch Menschen mit geringerem Einkommen das Angebot nutzen. „Foodsharing ist unabhängig von der Höhe des Einkommens eine begrüßenswerte Idee“, erklärt Kastler, die auch weiß, warum moderne Medien für die Idee hilfreich sind. „In unserer WhatsApp-Gruppe sind schon 150 Mitglieder dabei und helfen so durch ihre Tätigkeit Lebensmittel zu retten.“

Mehr Informationen unter

https://foodsharing.at oder oeffentlichkeitsarbeit.linz@lebensmittelretten.de


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