Trainingsfelder Pasching: Rodung beschäftigt Bürgeranwalt in Wien
PASCHING/WIEN. Bei der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ musste sich der Paschinger Bürgermeister Peter Maier der Kritik von Umweltanwalt Martin Donat, Volksanwalt Werner Amon und Klaus Gutschireiter als Vertreter der Bürgerinitiative für den Erhalt des Waldes stellen.

Wenn die Gemeinde Pasching dem FC Juniors OÖ die Fläche von über 45.000 Quadratmeter für nur 250 Euro pro Monat überlässt, wird es zu einer erheblichen Mehrbelastung für die Anwohner kommen, erklärt Klaus Gutschireiter: „Die bestehenden Trainingsfelder waren nicht für Spiele der zweiten Bundesliga vorgesehen. Durch die Erweiterung und Rodung des Waldes fällt ein wichtiger Lärmschutz weg und die Zuschaueranzahl kann deutlich erhöht werden“.
Der Bürgermeister sieht darin kein Problem. Die Kritik der Volksanwaltschaft, dass die Verträge mit der FC Juniors GmbH lückenhaft sind, will er jedoch prüfen.
Vier Wochen nach Anfrage erhielt die Bürgerinitiative nun auch Einblick in den Rodungsbescheid. Erschüttert ist Klaus Gutschireiter über die neue Bewertung des Waldes im Bereich Wohl- und Erholfunktion: „Eine solche Abwertung findet sonst nur in Ausnahmesituationen statt. Warum jetzt die Entscheidung gefallen ist den Wald so abzuwerten, kann ich mir nicht erklären“.
Aufgrund der Beschwerde der Umweltanwaltschaft kommt der Fall nun vor den Landesverwaltungsgerichtshofs. Die Bürgerinitiative will die Zeit nutzen, um im OÖ Landtag auf die Auswirkungen des Projekts hinzuweisen.


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