Ausgangsbeschränkungen egal – der Zoo kommt online ins Wohnzimmer
PASCHING. Dem nebenberuflich selbständigen Fotografen Patrick Hofer kam die Idee zum Online-Zoo aus dem Wunsch, Kindern in den Städten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und den Alltag seit den Ausgangsbeschränkungen für eine gewisse Zeit zu vergessen.

Der 34-jährige Paschinger kann derzeit seinen Hauptberuf im Einzelhandel nicht ausüben und ist daher zuhause. Seine Zeit aber nur sinnlos in den eigenen vier Wänden zu verbringen kam für Patrick Hofer überhaupt nicht in Frage. „Anfangs wusste ich noch nicht wie und was ich tun kann. Doch ich wollte helfen, das war mir klar“, so seine klare Ansage.
Zunächst trug er sich mit dem Gedanken, sich bei einem Lebensmittelversorger, die ja in den ersten Tagen der Ausgangsbeschränkungen großen Bedarf an Arbeitskräften hatten, oder bei einem Landwirt als Helfer zu bewerben. Dann hatte er die zündende Idee für sein Projekt.
Ausflüge nicht mehr möglich
Er fragte sich in den nächsten Tagen, was Kinder aus den Städten gerade jetzt dringend brauchen könnten, da sie nicht wirklich raus in die Natur können.
„Letzten Samstag hatte ich bei dem Traumwetter Lust bekommen, mit meiner Kamera in den Zoo zu gehen, was ja so gerade nicht möglich ist, und da dachte ich mir, wieso bring ich die Zoos/Nationalparks/Tierparks nicht in die heimischen Wohnzimmer und die Idee vom Online-Zoo war geboren“, erzählt Patrick Hofer von seinen Überlegungen.
Sofortige Umsetzung
Von der tollen Idee überzeugt, machte er sich sofort daran, seine Vorstellungen in die Tat umzusetzen. „Am Montag habe ich dann mit meinem privaten Facebook-Profil einen Aufruf in verschiedenen Gruppen der nahegelegenen Gemeinden gestartet, um zu schauen, ob ein Bedarf oder ein Interesse dafür da ist. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele positive Rückmeldungen bekomme“, freut sich Patrick Hofer über die durchwegs wohlwollenden Reaktionen, auch von interessierten Erwachsenen.
Die Idee wurde dann immer konkreter und nahm schnell immer mehr Form an. „Es sollte ein virtueller Ort entstehen, wo jeder eingeladen ist, sich die verschiedenen Tiere aus den Zoos weltweit anzuschauen und dabei vielleicht noch etwas lernen zu können“, so der Paschinger. Zunächst hat er sich für eine Facebook-Seite und Gruppe „Online Zoo“ entschieden und ist dabei Zoos und Nationalparks zu kontaktieren. „Wer weiß, was sich daraus noch entwickeln kann“.
Reise noch nicht am Ende
Patrick Hofer hofft, dass sich seine Idee verbreitet und sich möglichst viele (Hobby-)Fotografen, Zoos, Nationalparks aber auch Privatpersonen auf der ganzen Welt beteiligen und ihre Fotoarchive durchsuchen. „Es wäre echt super, wenn wir Bilder aus den Zoos in Frankreich oder auch Übersee zusammenbekommen. So könnte sich jemand aus Linz etwa Zoo-Bilder aus Amerika anschauen“, hofft Hofer auf zahlreiche Unterstützer.
Hilfe gesucht
Damit der Online-Zoo an Vielfalt und Qualität wachsen kann, sucht Patrick Hofer nach Helfern in den Bereichen Recht (DSGVO, Urheberrecht), Web-Design, Tierexperten und Englisch-Profis. Interessierte können sich unter online-zoo@gmx.at melden.
„Es ist alles noch im Aufbau. Ich freue mich, wenn sich jemand meldet, der mit mir diesen Plan mit verwirklichen will und konkrete Ideen zur Umsetzung - auch in Sachen Finanzierung - hat, da dies noch Neuland für mich ist“.


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