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Unser Iltis gehört zur Familie der Marder. Er hat – wie für die Familie typisch – einen langgestreckten Körper mit kurzen Beinen. Der Iltis ist etwas kleiner als der bekannte Steinmarder und besitzt – im Verhältnis zum Körper – einen kürzeren Schwanz. Während der Steinmarder ein häufiger Kulturfolger ist, dessen Bestände in den letzten Jahrzehnten anstiegen, wurden Iltisse eher seltener.

Nur mit viel Glück bekommt man einen Iltis zu Gesicht. Foto: Ria Trouw
Nur mit viel Glück bekommt man einen Iltis zu Gesicht. Foto: Ria Trouw

Dies hängt wohl damit zusammen, dass der Iltis schwerpunktmäßig entlang von Gewässern in Feuchtgebieten vorkommt und dort vorzugsweise Amphibien jagt. Das Beseitigen der Uferbegleitvegetation und Trockenlegung durch Drainagierung und Aufschüttung brachten Jäger & Beute in Bedrängnis.

Der einzelgängerisch lebende Iltis ist dämmerungs- und nachtaktiv und nur mit äußerst viel Glück zu beobachten. Bei laufenden Tieren fällt oft der gekrümmte Rücken auf. Während Beine, Unterseite und Schwanz dunkel schwarzbraun gefärbt sind, scheint an den Flanken und am Rücken die gelbliche Unterwolle hell durch. Ganz typisch ist das maskenartige Gesicht: Von der weißlichen Grundfärbung hebt sich eine dunkle Maske um die Augen ab, die sich am Nasenrücken bis zum ebenfalls dunklen Nasenschwamm nach vorne zieht. An den Ohren fällt ebenfalls der Kontrast zwischen dunkler Basis und hellen Rändern auf.

Stinken, wie ein Iltis

Fühlt sich der Iltis in die Enge getrieben, sondert er aus den gut entwickelten Analdrüsen ein stinkendes Sekret ab, das seine Verfolger abwehren soll. Dies ist selbst für Menschen derart eindrucksvoll, dass sich im allgemeinen Sprachgebrauch die Redewendung „stinken wie ein Iltis“ eingebürgert hat. Es hat den Menschen aber nicht davon abgehalten, den Iltis – zum Haustier gezähmt – als Frettchen zu halten. Dieses wird seit 2500 Jahren als Helfer bei der Kaninchenjagd eingesetzt. Mittlerweile erfreut es sich aber auch als Heimtier steigender Beliebtheit und wird sogar in Wohnungen gehalten.

Verfasser: 

Christian Deschka

Naturschutzbund Mühlviertel West

www.mühlviertelnatur.at/Iltis


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