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BEZIRK ROHRBACH. Plastik ist heute ein fixer Bestandteil unseres Lebens. Doch spätestens seit Werner Bootes Film „Plastic Planet“ ist weiten Teilen der Bevölkerung bekannt, dass Plastik auch eine Reihe von Schattenseiten hat. Dank modernster Forschung kann Plastik aber immer öfter durch nachhaltigere Biokunststoffe ersetzt werden.

  1 / 2   Herkömmliches Plastik verursacht als Plastikmüll in den Weltmeeren über viele Generationen gravierende Probleme. Beispielsweise können Tiere Plastik mit Nahrung verwechseln und daran verenden. Foto: Christian Deschka

Aus manchen herkömmlichen Plastiksorten entweichen Inhaltsstoffe, die bei Mensch und Tier Gesundheitsprobleme verursachen können. Ein anderer gravierender Nachteil von Plastik ist, dass es bei nicht sachgerechter Entsorgung in die Umwelt gelangt und dort als Plastikmüll für viele Generationen Schaden stiftet. So gelangen alljährlich Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere. Regelmäßig werden Seevögel, Schildkröten und Wale gefunden, die nach dem Fressen von Plastik verendet sind. Und Plastikmüll aus dem Meer bzw. dessen Zersetzungsprodukte können über die Nahrungskette sogar wieder auf unseren Teller und damit auch in unseren Körper gelangen.

Ein genereller Nachteil von herkömmlichem Plastik ist, dass dieses aus dem endlichen Erdöl produziert wird.

Umweltfreundlich, aber teuer

Wissenschaftler arbeiten daher seit Jahren daran, Kunststoffe – zumindest teilweise – aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen. Diese nachhaltigeren Biokunststoffe sind vielfach auch biologisch abbaubar, also kompostierbar. Die innovativen Biokunststoffe sind daher deutlich umweltfreundlicher, leider aber auch teurer als Kunststoffe auf Erdölbasis. Das ist der Hauptgrund, warum sich Biokunststoffe nur langsam etablieren. Bis in unseren Alltag haben es fast nur kompostierbare Biomüll-Sackerl, Verpackungschips und Einweggeschirr geschafft. Gäbe es mehr Bewusstsein in diese Richtung und damit auch die Bereitschaft, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, könnten mittlerweile viel mehr Produkte aus Biokunststoff hergestellt werden.

Feuersalamandermodelle

Der Naturschutzbund Mühlviertel West hat soeben im Rahmen eines Umweltbildungsprojektes naturgetreue, lebensgroße Feuersalamandermodelle aus Biokunststoff herausgegeben. Kinder und Jugendliche können auf die schwarzen, gummiartigen Modelle die gelben Flecken selbst aufmalen. Die Naturschutzorganisation möchte mit diesen „Regenmännchen“ zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Für den Schutz unserer gefährdeten Amphibien eintreten und umweltfreundlichere Alternativen zum herkömmlichen Plastik aufzeigen. Infos darüber gibt es unter www.naturimbild.at/Feuersalamandermodell. Erhältlich sind die Modelle unter anderem im Grünen Zweig in Rohrbach-Berg, in der Infostelle der Ferienregion Böhmerwald in Aigen-Schlägl und im Haus am Strom am Kraftwerk Jochenstein.

Verfasser: Christian Deschka

Naturschutzbund Oberösterreich – Regionalgruppe Mühlviertel West

www.naturimbild.at


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