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BEZIRK PERG. Ein 23-Jähriger aus dem Bezirk Perg wird beschuldigt, in der Zeit von Juli 2016 bis August 2019 mindestens 16 Opfer durch den Erwerb verschiedener Waren um einen Betrag von mehreren zehntausend Euro geschädigt zu haben. 

Foto: sarun_J/Shutterstock.com
Foto: sarun_J/Shutterstock.com

Der Beschuldigte bestellte halbautomatische Schusswaffen, Jagdgewehre, Ferngläser und anderes Zubehör im hochpreisigen Bereich, wobei er Zahlungsfähigkeit vortäuschte. Anschließend verkaufte er die Waren ohne sie beim Verkäufer zu bezahlen und finanzierte so seinen Lebensunterhalt. Zudem täuschte er im März 2019 bei der Polizei den Diebstahl eines Tresors mit darin befindlichen Waffen vor, um Geld aus einer Versicherung zu erlangen.

Die vermeintlich gestohlenen Waffen hatten seine 29-Jährige Ehefrau und sein 55-Jähriger Stiefvater legal besessen. Der 23-Jährige verkaufte sie illegal am Schwarzmarkt. Die Ermittlungen wurden vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) gemeinsam mit Polizisten aus Perg geführt. Der einschlägig Vorbestrafte wurde im August 2019 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Linz von der Polizei festgenommen.

Nur mit Waffe unterwegs

Bei den anschließend vorgenommenen Hausdurchsuchungen stellten die Beamten unter anderem eine frei in der Wohnung liegende Pistole, registriert auf seine 29-jährige Ehefrau, sicher. Diese führte der 23-Jährige trotz aufrechtem Waffenverbot regelmäßig geladen am Körper oder in seinem Fahrzeug, mit. Neben den Betrugshandlungen werden dem 23-Jährigen Vergehen nach dem Anti-Doping-Gesetz, Verbrechen nach dem Verbotsgesetz und zahlreiche Verwaltungsübertretungen, unter anderem das fast tägliche Fahren mit einem Pkw ohne Lenkberechtigung, zur Last gelegt. Er wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Linz in die Justizanstalt Linz eingeliefert.Gegen seine 29-jährige Ehefrau wurde ein Waffenverbot erlassen. Auch sie wurde wegen Verdachtes der Beihilfe zum Betrug der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt.


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