Ein Danke an Bad Kreuzen

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Margarete Frühwirth, Leserartikel, 07.11.2016 18:36 Uhr

BAD KREUZEN. Der bekannte Autor Dalibor Truhlar stellte vergangenen Sonntag Abend sein neuestes Buch „Fragemente - Erinnerungen an die Flucht“ vor. Musikalisch begleitet wurde der Leseabend von einem der renommiertesten klassischen Gitarristen Österreichs, Christian Haimel und den „Bad Kreuzener Idyllen“ Jan Truhlars.

Der tschechische Gitarrenkomponist Jan Truhlar widmete die „Bad Kreuzener Idyllen“ diesem Ort, in dem er 1981 nach der Flucht aus der Tschechoslowakei mit seiner Familie angekommen war. Sohn Dalibor gab sich damals als 12-jähriger Junge das Versprechen, eines Tages zu berichten wie es ist, wenn man aus seiner Heimat weggeht und wie es ist, wenn man ankommt. „Von der Bevölkerung Bad Kreuzens sind wir aufgenommen und angenommen worden,“ sagte er bei der Veranstaltung „Danke, Bad Kreuzen - eine verspielte Lesung“, mit der er dieses Versprechen einlöste. „Es ist mein Dankeschön an die vielen Menschen in diesem Ort für die Geduld, Güte, Menschlichkeit und Großmütigkeit ihrer Herzen, mit der sie seit Jahrzehnten Flüchtlinge nicht nur aufnehmen, sondern ihnen als Menschen begegnen.“

Lange Tradition der Flüchtlingsbetreuung

Die Mühlviertler Gemeinde kann nicht nur auf eine 160 Jahre alte Tradition als Kaltwasserkurort verweisen, sie ist seit 60 Jahren auch ein Ort, der Flüchtlinge beherbergt. Derzeit leben rund 230 Asylwerber hier. Bürgermeister Manfred Nenning erinnerte an den Beginn der Flüchtlingsströme, die Bad Kreuzen erreichten: „Was in der letzten Zeit alle Medien beschäftigt, leben wir seit sechs Jahrzehnten mit großem Erfolg und großem Engagement. Diese Veranstaltung passt perfekt zum Jubiläum und ist ein Plädoyer für eine Abrüstung der Worte.“ Er bedankte sich bei Dalibor Truhlar mit einem Klassenfoto aus seiner Schulzeit.    

 

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Kommentare

  1. Dalibor                   Truhlar
    Dalibor Truhlar08.11.2016 08:32 Uhr

    DANKE! - Vielen Dank für den großartigen Bericht! Es war ein bewegender und berührender Abend und das lag an den Menschen im Publikum. Danke, dass Sie dabei waren, es beschrieben und tolle Fotos machten!

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