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120 Jahre nach Betriebsbeginn auf der Localbahn Mauthausen - Grein wurde am 4. Juli 2018 im Pfarrheim Perg die Pop-Up Eisenbahnausstellung „120 Jahre Machlandbahn“ eröffnet. Die Eisenbahnstrecke wurde zunächst Machlandbahn genannt, weil sie überwiegend in der Machlandebene verlief. Erst 11 Jahre später wurde die Bahnstrecke bis Krems bzw. Absdorf-Hippersorf verlängert, wo sie in die Franz-Josef-Bahn einmündete. Bald darauf verkehrten Züge zwischen dem Franz-Josefs-Bahnhof in Wien nördlich der Donau bis Mauthausen und überquerten dort die Donau Richtung St. Valentin.  Zwischen Grein-Bad Kreuzen und der niederösterreichischen Grenze wurde die Bahn Strudengaubahn genannt, in der Wachau Wachauerbahn und allgemein war dann zwischen Grein und Krems die Bezeichnung Donautalbahn gebräuchlich. Lange Zeit wurde die Strecke zwischen Mauthausen und Krems auch als Donauuferbahn bezeichnet.

Rudolf Dietze, Eisenbahn als Hobby, intensive Sammlungs- und -forschungstätigkeit seit 1975.
  1 / 3   Rudolf Dietze, Eisenbahn als Hobby, intensive Sammlungs- und -forschungstätigkeit seit 1975.

Mag. Elisabeth Hufnagl von der ÖBB-Personenverkehrs AG verblüffte die Festgäste im Rahmen der Ausstellungseröffnung mit der Feststellung, dass  es in den letzten Jahren gelungen ist, die magische Grenze von mehr als 1 Million transportierter Personen auf dem oberösterreichischen Teil der Donauuferbahn zu überschreiten, mit steigender Tendenz. Landtagsabgeordnete Annemarie Brunner ergänzte, dass die Bahn für den Transport der Schüler zu den Schulen im Perger Schulzentrum von großer Bedeutung ist. Dazu wurde vor knapp zwanzig Jahren eine eigene Haltestelle mit der Bezeichnung Perg-Schulzentrum geschaffen. Bürgermeister Anton Froschauer und Bundesrat in spe betonte, dass die Bahn wesentlich für alle ist, die täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihren Arbeitsplätzen pendeln. Allein Perg verfügt über drei Park&Ride-Anlagen (Haltestellen Aisthofen und Perg-Schulzentrum sowie Bahnhof Perg). 

Rudolf Dietze hat die lokale Eisenbahn seit seiner Jugendzeit als Hobby und sammelt seit 1975 akribisch Informationen und Objekte, die mit der Donauuferbahn zu tun haben. Aus seiner Sammlung hat er für die Eisenbahnausstellung im Pfarrheim alle Modelleisenbahnzüge zur Verfügung gestellt, die seit 1945 auf dieser Strecke eingesetzt waren oder noch sind. Bildmaterial weiterer Heimatforscher, Sammler und Eisenbahnfreunde sowie aus dem Fundus der Bahnhofschronik Perg und des Heimat- und Museumsvereins geben einen Eindruck, welche Züge für den Personen- und Güterverkehr eingesetzt wurden und vor allem, welche Güter insbesondere transportiert wurden. Historische Fotos zeigen, dass viele Bahnhöfe und Haltestellen im Laufe der Jahre ihr Aussehen deutlich verändert haben oder überhaupt nicht mehr existieren.

Ein Teil der Ausstellung ist der Perger Bahnhofstraße gewidmet, die ebenso wie die Machlandbahn 120 Jahre alt ist. Ein seinerzeit geplantes „Villenviertel“ und die dafür vorgesehenen Straßenverbindungen wurden allerdings nie verwirklicht.

Die Ausstellung im Pfarrheim Perg ist noch bis Sonntag, 15. Juli 2018 täglich geöffnet und zwar wochentags von 10:30 bis 12:30 und von 17:00 bis 19:00 sowie am Wochenende von 10:30 bis 18 Uhr.


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