Vor 97 Jahren - Perger Präludium in Perg erstmals gespielt
PERG. Vor 97 Jahren, am Anbetungstag, 12. Februar 1927, spielte der Perger Volksschullehrer und spätere Volksschuldirektor Friedrich Heigelmayr in der Perger Pfarrkirche erstmals öffentlich das Perger Präludium von Anton Bruckner. Es war Friedrich Heigelmayr, der vor mehr als 100 Jahren anfangs der 1920er-Jahre zu Rate gezogen wurde, als in Perg auf dem Dachboden des Hauses Herrenstraße 24 eine Blechdose gefunden wurde, wo ein von Anton Bruckner geschriebenes Notenblatt enthalten war.

Der Perger Lederhändler und Musikfreund Josef Diernhofer hatte sich das „Stückerl“ von Anton Bruckner erbeten, als er ihn 1884 bei den Bayreuther Festspielen getroffen hatte. Heigelmayr erkannte die Bedeutung des Fundes und übergab das von Anton Bruckner verfasste Notenblatt samt Begleitbrief den Erben, die es über Generationen aufbewahrt haben und erst 2012 an die Österreichische Nationalbibliothek verkauften. Heigelmayr erbat sich seinerzeit vom Sohn Diernhofers eine Abschrift für den Perger Kirchenchor. Diese Abschrift befindet sich in Perg in Privatbesitz und wird gemeinsam mit einem Faksimile des Originals in der Sonderausstellung des Heimat- und Museumsvereins Perg vom 17. Mai 2024 bis zum 27. Oktober 2024 im Heimathaus-Stadtmuseum Perg gezeigt.
Wer die Original-Partitur des Perger Präludiums sehen will, kann diese anlässlich der Ausstellung „Anton Bruckner, der fromme Revolutionär“ im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek vom 21. März 2024 bis Mitte Juni 2024 besichtigen. Wer die Ausstellung später besucht, wird ein Faksimile des Notenblattes zu sehen bekommen.


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