Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK. Während die einen gerade erfolgreich ihre Schule oder Ausbildung abgeschlossen haben, haben es andere schwer am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Durch verschiedenste Beschäftigungsprojekte von Sozialorganisationen geht aber auch den schwächeren Jugendlichen oder jungen Erwachsenen irgendwann der Knopf auf.

Vielen Jugendlichen fehlt trotz Beschäftigung die Chance auf einen Arbeitsplatz. Foto: Jugendzentrum Perg

Nicht jeder schafft es, bereits beim ersten Anlauf eine Schule abzuschließen oder eine Lehre zu absolvieren. Die, die übrigbleiben, tragen in den meisten Fällen ein großes „Packerl“ an Problemen mit sich herum. Verschiedene Organisationen im Bezirk bieten genau für diese jungen Menschen die Möglichkeit, auf dem zweiten, dritten oder auch vierten Weg den Sprung ins Berufsleben zu schaffen.

Perspektiven entwickeln für den weiteren Weg

Klappt es nicht bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, sind die ersten Anlaufstellen das Jugendservice oder das Jugendcoaching. Diese Einrichtungen legen den Schwerpunkt vor allem auf die Prespektivenentwicklung. Ein Teil geht danach in eine Schule weiter, andere finden eine Lehrstelle. Die restlichen Jugendlichen benötigen noch ein bisschen Zeit, um sich dorthin zu entwickeln, wo ihre Altersgenossen bereits stehen. Sie können in verschiedensten Arbeitsintegrationsprojekten erste Erfahrungen sammeln. „Es ist schon wichtig, dass Jugendliche in einer Struktur untergebracht sind. Viele fangen sich dann schon“, weiß Karin Peham-Strauß vom Jugendzentrum Perg. „Zu mir kommen viele, die nicht weiter wissen. Um einen Jugendbetreuer nach Hilfe zu fragen, ist die Schwelle auch nicht so hoch.“

Für manche beginnt dann aber der Spießrutenlauf durch verschiedenste Maßnahmen. Die einen werden vom Arbeitsmarktservice zur Qualifizierung in eine der Produktionsschulen geschickt. Sowohl der Arbeitsraum Perg als auch die Einrichtung des WIFI und des Hilfswerkes können eine Station sein. Und bei manchen funktioniert es dann auch mit der Vermittlung, andere wiederum finden am ersten Arbeitsmarkt weiterhin keine Stelle.

Trotz vieler Rückschläge weiter dran bleiben

„Diese jungen Leute müssen oft wirklich viele Rückschläge einstecken, die familiäre Situation ist schwierig und viele haben einfach keinen Biss“, erzählt Maria Schachinger von Arbeitsraum.

„Ich kenne da einige Fälle, die unbedingt wollen, aber einfach nichts bekommen. Oft stellen sie sich in einer Produktionsschule echt ganz gut an und sind trotzdem nicht vermittelbar“, weiß auch Elke Ritzlmayr vom Familien- und Sozialzentrum. Sie bringt auch Jugendliche bei Kurzzeitprojekten im Ausland unter. „Dort kennt sie keiner. Sie sind nicht der „Dorftrottel“ wie zu Hause und lernen ganz viel, weil sie ihr „Packerl“ nicht mithaben. Und manche erkennen dann, dass ihr Glück ganz woanders liegt, und dann klappt es.“

Manche machen nach Jahren den großen Sprung

„Wichtig ist, dass die jungen Leute bei uns gut aufgehoben sind. Sie probieren es immer wieder und lernen auch überall was Neues dazu. Es ist nicht umsonst und, wenn es bei manchen auch erst nach Jahren passiert, irgendwann machen sie einen Sprung und ihnen geht der Knopf auf“, weiß Manuela Datzinger von der Produktionsschule Perg.Die Artikeleserie „Total.sozial.“ ist eine Initiative der Sozialplattform Perg und der Perger Tips!

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden