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BEZIRK/PERG. Der gemeinnützige Verein „Nähküche, eine offene Nähwerkstatt“ hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Vision einer nachhaltigen Gesellschaft im Kontext positiver Emotionen umzusetzen. Jeder kann hier Kleidung reparieren und Neues nähen. Auch in Perg soll dieses Konzept nun zur Umsetzung kommen.

  1 / 2   Die Katsdorferin Martina Eigner (links im Bild) will das Projekt „Nähküche“ nun auch in den Bezirk Perg holen.

In der offenen Werkstatt und auf öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen verleiht die Nähküche in Linz mit ihrer mobilen Nähwerkstatt dem Handwerk des Nähens und Schneiderns ein neues Gesicht: Die Nähköchinnen arbeiten intuitiv, kreativ-schöpferisch und gemeinschaftlich an Kleidungsstücken, Taschen und textilen Gegenständen aller Art.

Werkzeug, Know-how, Materialien und Unterstützung werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Spenden sind aber erwünscht und laden zum Mitmachen ein. „Wir wollen keine Sachen verkaufen oder Gewinne erzielen. Wir haben einfach am gemeinsamen Nähen Spaß und wollen auch anderen die Möglichkeit geben, dies gemeinsam zu tun und nicht im stillen Kämmerlein“, erklärt die Mitgründerin Martina Eigner aus Katsdorf.

Upcycling: Aus alten Dingen Neues kreieren

„Es geht uns hierbei keineswegs um Verzicht, sondern um den gemeinsamen, kreativen und lustvollen Prozess, aus alten Dingen etwas Neues zu kreieren. Dadurch wird ein Beitrag zur Müllvermeidung und Schonung der natürlichen Ressourcen geleistet“, erklärt Nikole Keplinger-Sitz. Somit wird der Nachhaltigkeitsgedanke, der oft mit Einschränkungen verbunden wird (Energie sparen, weniger Autofahren etc.), mit einem positiven Image belegt. Denn die Zeit, die sonst vielleicht mit Shopping, Fernsehen oder anderweitigen Konsumaktivitäten verbracht würde, wird nun genutzt, um produktiv zu sein. Um auch in Perg aktiv zu sein, werden nun entsprechende Räumlichkeiten benötigt. Gesucht wird von den im Bezirk Perg lebenden Nähköchinnen ein kostengünstigster Raum, der gerne auch eine Zwischennutzung eines aktuell leer stehenden Geschäftslokales sein kann.

Durch die Nutzung kann ein Leerstand wiederbelebt werden und eventuell vorhandene Schaufenster können gestaltet werden. Um für alle leicht erreichbar zu sein, wäre eine zentrale, ebenerdige Lage von Vorteil. Die Nähküche soll nicht nur Arbeitsraum, sondern auch Treffpunkt sein. „Sobald eine Räumlichkeit gefunden ist, freuen wir uns auch natürlich über schöne Stoffe, Knöpfe, Borten, Spitzen sowie auf regen Besuch, da die Nachfrage da ist“, meint Helene Gusenbauer begeistert. Weitere Infos bei Martina Eigner, unter Tel. 0699/12281461 oder per E-Mail an: naehkuechelinz@gmail.com


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