Kinderbetreuung in Perg muss weiter ausgebaut und vor allem flexibler werden
BEZIRK PERG. Mit dem Kinderbetreuungsatlas gibt die Arbeiterkammer jedes Jahr einen Überblick über das Angebot in den oberösterreichischen Gemeinden. Mit einer zusätzlichen „1A-Gemeinde“ (Klam) sticht der Bezirk Perg hier positiv hervor.

„1A“ sind 26,9 Prozent aller Gemeinden des Bezirks. Perg liegt damit über dem sehr niedrigen Oberösterreich-Durchschnitt von 17,9 Prozent.
Im Bezirk Perg gibt es mittlerweile sieben 1A-Gemeinden: Katsdorf, Klam, Langenstein, Luftenberg, Ried/R., Schwertberg und St. Georgen/G. Von den 60 oberösterreichischen Gemeinden, die ihre Angebotssituation seit dem Vorjahr verbessern konnten, entfallen drei auf den Bezirk Perg: Grein hat das Mittagessen im Kindergarten ausgebaut, Klam konnte seine Öffnungszeiten verbessern und St. Georgen a. W. bietet nun auch Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder an.
In 11,5 Prozent der Perger Gemeinden gibt es kein Betreuungsangebot für unter Dreijährige, in ebenso vielen Gemeinden keine Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder. Eine einzige Gemeinde bietet gar kein Mittagessen im Kindergarten an, 34,6 Prozent bieten Mittagessen allerdings nur an bestimmten Tagen. Die Hälfte der Gemeinden im Bezirk haben Kindergärten, die weniger als acht Stunden täglich geöffnet sind.
„Immer mehr Arbeitszeitflexibilität zu fordern und gleichzeitig beim Ausbau der Kinderbetreuung auf der Bremse zu stehen, das geht nicht“, sagt AK-Präsident Johann Kalliauer. Er fordert: „Wir brauchen längere Öffnungszeiten aber nicht nur wegen der immer flexibler werdenden Arbeitszeiten der Eltern, sondern auch für Bildung und individuelle Förderung unserer Kinder.“


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