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Leserartikel Carina Panholzer, 13.07.2017 07:38

PERG. Upcycling, Recycling und Zusammentauschen – was derzeit wieder Trend zu sein scheint, sind für Charlie Mörwald gelebte Prinzipien. Aus alten, gebrauchten und nicht mehr benötigten Materialien schuf sich der Naturliebhaber seine eigene kleine Gartenoase mitten im Stadtgebiet.

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Bei einem sechsmonatigen Auslandsaufenthalt in Neuseeland (2003) lernte der Perger Totengräber die Natur zu lieben: Täglich spazierte Mörwald umher, sammelte Schwemmholz und ließ die Natur einfach auf sich wirken. Zurück in Perg wurde es zu seinem größten Wunsch, seinen eigenen Naturgarten zu haben – und diesen Wunsch erfüllte er sich.

 

Einzigartiger Rückzugsort

Drei Jahre harte Arbeit liegen nun hinter ihm. Aus einem kargen Fleckchen Erde schuf Mörwald sich seinen eigenen Rückzugsort, umgeben von einer faszinierenden Pflanzenvielfalt. In seinem Garten sind neben Schmetterlingsbäumen und Palmlilien auch ein Bananenbaum, verschiedene Beerensträucher, Kräuter, Chilis und Obstbäume zu finden. Um die Pflanzen kümmert sich Mörwald liebevoll: Wasser pumpt er täglich aus dem Brunnen und gedüngt wird – ganz nach dem Motto Natur pur – rein mit Brennesseljauche. „Ich bin ein Gefühlsmensch und für mich ist die Arbeit im Garten befreiend. Es ist eine sinngebende Arbeit und ich kann meine Sorgen und Gefühle dort verarbeiten“, erzählt Mörwald beim Besuch in seinem Garten.

Reine Handarbeit

Strom gibt es im Garten keinen – alles wurde mit reiner Handarbeit und Muskelkraft geschaffen. Auch der garteneigene Brunnen wurde per Hand gemauert. Ein selbst gegrabener und angelegter Teich vor der Hütte, die aus alten Dachstühlen gebaut wurde, machen die kleine Oase komplett. Alle verwendeten Materialien, wie Holz und Steine, hat Mörwald zumeist geschenkt bekommen oder gegen etwas eingetauscht.

Ein Leben im Ausland

Einen ganz besonderen Wunsch möchte Mörwald sich noch erfüllen: „Irgendwann will ich dann im Ausland arbeiten und Naturgärten anlegen – das ist einfach, wer ich bin.“


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