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Fünf besondere Plätze in einem Park bringen in Perg alle Generationen zusammen

Leserartikel Carina Panholzer, 21.12.2017 13:17

PERG. Ein ganz besonderer Park für alle Generationen entsteht auf der Freifläche neben dem Bezirksalten- und Pflegeheim Perg.

Leader-Obmann und Nationalrat Nikolaus Prinz, Bezirkshauptmann Werner Kreisl (Obmann SHV), Johann Langeder (Gartenharmonie Langeder), Landtagspräsident Viktor Sigl (VP-Fraktionssprecher SHV), Bürgermeister Erich Wahl (SP-Fraktionssprecher SHV), Bürgermeister Anton Froschauer (Stadtgemeinde Perg). (Foto: SHV Perg)

Errichtet wird der Generationspark vom Sozialhilfeverband (SHV) gemeinsam mit der Stadtgemeinde und mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union (LEADER) und des Landes OÖ.

Genutzt werden soll das geplante Areal nicht nur von desn Bewohnern des SENIORium, vom Seniorentageszentrum, oder vom „Betreubare Wohnen“, sondern auch von der Allgemeinheit. Gesundheit, Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit, Stressabbau oder Burn-out Prävention, aber auch ein idealer Begegnungsort sowie Sport als gesellschaftliches Miteinander lassen ein neues Highlight in der Bezirksstadt erwarten.

 

Fünf Plätze animieren zum Bewegen und Begegnen

Auf 5 Plätzen sollen alle Besucher dieses etwas anderen Parks ihrer körperlichen und geistigen Fitness etwas Gutes tun und gleichzeitig Menschen treffen und sich vernetzen. Diese 5 Plätze sind durch ineinander verbundene Rundwege miteinander verbunden, die einladen, bei jedem Besuch eine andere Wegstrecke zu wählen. Diese Rundwege sind insbesondere auch für Menschen mit dementiellen Erkrankungen ausgerichtet, weil diese Wege immer weiter führen und nie enden, was für diese Zielgruppe besonders wichtig ist. Sie sollen aber auch Sportler bzw. Bewegung suchende Besucher dazu animieren, sie in unterschiedlichen Varianten zu nutzen und damit das tägliche Bewegungsprogramm abwechslungsreicher und damit attraktiver zu machen.

Dieses „Nie enden eines Weges“ ist aber auch Synonym für dieses etwas andere Generationenprojekt. Bewegung, Entspannung, miteinander reden, Schärfung der Sinne, aber auch Geborgenheit und Beschäftigung sind wichtige Stationen im täglichen Leben, die einerseits Gesundheit fördern und damit Leben verlängern sollen, die aber andererseits das Leben auch lebenswerter machen soll, weil damit Lebensqualität gefördert und – nachdem das Miteinander von Jung und Alt im Besonderen gefördert wird – auch der soziale Frieden und das gemeinsame Miteinander einen entsprechenden Stellwert erhalten.

 

Plätze im neuen Generationenpark

Platz der Bewegung

Bewegung ist der Erfolgsfaktor für ein möglichst langes, gesundes, beschwerdefreies Leben. Im Garten des SENIORiums Perg sollen daher künftig nicht nur Bewohner, deren Besucher und Mitarbeiter des SENIORiums und des betreubaren Wohnens sowie Tagesgäste des Seniorentageszentrum, sondern vor allem auch alle Perger dem Risikofaktor „fehlende Bewegung“ an einem besonderen Ort neben einem Alten- und Pflegeheim an frischer Luft aktiv entgegentreten, vielleicht sogar im Rahmen ihres sonstigen Joggingprogramms.

Mit 10 verschiedenen Outdoor Fitnessgeräten (Beinpresse, Crosstrainer, Fahrrad, Surfboard, Rumpfbank, Parallel Stangen, Brustpresse, Latzug, Bonni Reiter, Walker) sollen Jugendliche, Erwachsene und auch Senioren (am besten gemeinsam) das ganze Jahr hindurch an der frischen Luft an ihrer Fitness arbeiten – egal ob als Athleten oder nur als Gelegenheitssportler, ob in Straßenkleidung oder im Sportoutfit. Fitness für alle, so wie jeder es will. Ziel dieses Platzes ist es, der gesamten Zielgruppe zu mehr Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination zu verhelfen, durch robuste, leicht zu bedienende und vor allem auch leicht zu wartende Geräte für alle wichtigen Muskelgruppen. Die Nutzung dieser Geräte soll (bis ins hohe Alter) Spaß machen und die Gesundheit durch ein effektives, effizientes und vor allem sicheres Training fördern und gleichzeitig Generationen zusammenbringen, denn Bewegung geht bekanntlich jeden an. Man muss nur rechtzeitig damit beginnen und daher den Einstieg für Bewegung Suchende so leicht als möglich machen.

Platz des Gesprächs und der Entspannung

Nach einem aktiven Bewegungs-/Trainingsprogramm am Platz der Bewegung geht es zum Platz der Entspannung und des gemeinsamen Gesprächs. Zeit der körperlichen und geistigen Entspannung und Regeneration muss in jedem Alltag und auch nach jedem Training seinen Platz finden. Dieser dafür extra gestaltete Ort zum Verweilen und Wohlfühlen soll dafür Raum bieten und zu generationsübergreifenden Gesprächen der Verweilenden und Rastenden anregen. Geistige Gesundheit und zur Ruhe kommen sind in der heutigen schnelllebigen und stressbehafteten Zeit immer wichtiger. Burn Out Erkrankungen nehmen rasant zu. Ein Ort des Verweilens und Rastens mitten in der Stadt soll dieser Entwicklung in Verbindung mit Bewegung entgegensteuern. Kommunikation zwischen den Generationen soll aber auch als Erfahrungstransfer von Jung zu Alt, aber auch umgekehrt beitragen. Das Zusammenwirken unterschiedlichster Erfahrungen – quasi in einem „Netzwerk der Generationen“ – verspricht auch für die Zukunft gemeinsamen Erfolg.

Platz der Sinne

Das Plätschern des Wassers beim Quellstein, das Angreifen und Anschauen Mühlviertler Granits in seinen unterschiedlichen Strukturen und Ausprägungen soll die (Neu-) Entwicklung unserer Sinne wieder stärken. Die uns von der Natur mitgegebenen Sinne spielen in der heute so schnell und zunehmend auch oberflächlicher verlaufenden Welt immer weniger Rolle, auch wenn dadurch viel Lebensqualität und auch Werte verloren gehen. Umso wichtiger ist es, sich wieder auf sie einzulassen, sie zu fördern und wieder zu entwickeln, um so wieder für die wichtigen und teilweise auch sonst verborgenen Dinge des Lebens sensibel bzw. aufmerksam zu werden. Die dadurch erfahrene Lebensqualitätssteigerung wird die dafür aufgewendete Zeit mehr als rechtfertigen.

Platz der Geborgenheit

Einen Schutz vor Sonne und sonstigen Wetterkapriolen findet man am Weg unter der Laube, die erst im Laufe der Zeit ihre Schutzwirkung entfalten wird. Auch die Erfahrung eines Menschen entfaltet sich (erst) bzw. erweitert sich im Laufe seines Lebens. Die Erfahrung älterer Menschen kann für die junge Generation bedeutsam sein und ihr Sicherheit und Geborgenheit in so mancher Lebenssituation bieten. Erfahrung braucht Zeit, kann dann aber besonders wertvoll sein, wenn auf sie zur richtigen Zeit auch zurückgegriffen wird. Möglichkeiten dazu sollen sich im neuen Generationenpark ergeben.

Platz der Beschäftigung

Hochbeete sind Voraussetzung dafür, dass Menschen auch im fortgeschrittenen Alter Gartenarbeit nach Lust und Leidenschaft verrichten können. Beschäftigung in Gemeinschaft und das Beobachten des Wachsens, Blühens und Gedeihens von Pflanzen erfreut Menschen und gibt immer wieder Anlass, das Wunder der Natur zumindest teilweise zu erahnen. Diese gesunde Beschäftigung mit der Natur soll u.a. auch Synonym für die richtige Work-Life-Balance bis ins hohe Alter sein. Auch für Senioren ist es wichtig, dass sie sich weiter engagieren und ihrem Leben einen Sinn geben. Das dadurch auch geförderte Selbstwertgefühl durch Beschäftigung ist das ganze Menschenleben lang ein wichtiger Begleiter. Sitzmöglichkeiten neben den Hochbeeten soll dieses Beobachten ermöglichen und gleichzeitig einerseits Bewohner des betreubaren Wohnens und Tagesgäste des Seniorenzentrums untereinander, aber auch mit Besuchern des Generationenparks einander näher bringen und zum gemeinsamen Gespräch einladen.

 

Alle helfen mit

Der neue Generationenpark der Bewegung und Begegnung soll in enger Zusammenarbeit mit dem Verschönerungs- und Stadtentwicklungsverein sowie dem Tourismusverband in einen (beschilderten) Rundwanderweg / in eine Joggingstrecke in der Stadt Perg eingebunden werden, auf dem Personen und Familien zum Wandern und Spazierengehen, aber auch zum Laufen oder Nordic Walken eingeladen werden. Auf diesem Wanderweg / dieser Joggingstrecke geht man auch bei verschiedenen Einrichtungen der Generationen, aber auch bei verschiedenen Gesundheitsdiensteanbietern vorbei. Aber auch die Perger Naturerlebnisräume können über deren Rundweg mit diesem Angebot verknüpft werden. Gleichzeitig soll dieser Wanderweg /die Joggingstrecke den neuen Generationenpark mit dem Stadtzentrum verbinden und damit auch das SENIORium samt Tageszentrum und das betreubare Wohnen ins Stadtzentrum holen und diesen Ort im Sinne der Bewohner beider Einrichtungen entsprechend beleben. Insbesondere Bewohner des SENIORiums freuen sich, wenn sie bei ihrem Fenster auf einen belebten Ort mit möglichst vielen Aktivitäten blicken können. Es steigert ihre Lebensqualität, regt ebenfalls zu Bewegung ihrerseits an und animiert zu Gesprächen und führt vielleicht zu einem Gefühl, des wieder dazu Zugehörens. Gleichzeitig soll der Allgemeinzustand und die Gesundheit durch Bewegung gefördert werden.

Parallel dazu können SHV und Stadtgemeinde ihrem gemeinsamen Ziel, durch Prävention die Gesundheit der Menschen bis ins hohe Alter zu fördern, um damit einerseits Lebensqualität zu steigern und andererseits den Bedarf an diversen Pflegeleistungen zumindest teilweise zu reduzieren, um viele weitere Schritte näher kommen.

Weiters soll dem gemeinsamen Miteinander der unterschiedlichen Generationen ein wertvoller Dienst geleistet werden, um das WIR-Gefühl und das gemeinsame Verständnis entsprechend zu fördern. Aber auch Besucher des SENIORiums erhalten eine attraktive Möglichkeit, mit ihren Angehörigen und Freunden im SENIORium im Rahmen ihres Besuches schöne Sparziergänge in unmittelbarer Nähe zum SENIORium zu gehen, der dann vielleicht auch bei einem gemeinsamen Kaffee oder einer anderen kulinarischen Köstlichkeit in einem Lokal in der Stadt Perg abgerundet wird. Gemeinsame Aktivitäten, insbesondere gemeinsame Bewegung aller fördern das Wohlbefinden von Jung und Alt!

 Im Rahmen des 25-Jahr Jubiläums der Firma Langeder-Gartenharmonie unterstützt dieses Unternehmen gemeinsam mit seinem gesamten Team dieses ganz spezielle Projekt, um seinen Dank besonders zum Vorschein zu bringen. Idee der 30 Mitarbeiter/-innen war es, dass sie einen Arbeitstag ohne Entgelt spenden, um somit einen zentralen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen. Die Langeder-Gartenharmonie stellt zusätzlich einen Teil der Bauutensilien und Pflanzen zur Verfügung.

Weitere Kooperationen mit Gesundheitsanbietern, Unternehmen, Schulen, Sportvereinen, Gastronomiebetrieben, etc. sind herzlich willkommen. Nähere Infos bei Werner Kreisl (0664760072-67300).


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