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Leserartikel Margarete Frühwirth, 10.04.2019 09:56

MAUTHAUSEN. Rund 400 Menschen fanden sich laut Angaben der Veranstalter mit Kerzen am Marktplatz ein, um für Menschlichkeit und Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu demonstrieren. 

Foto: Klaus Marksteiner
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Mit einem Lichtermeer am Mauthausener Marktplatz haben Hunderte Menschen am Dienstagabend, 9. April für mehr Fairness und gegen eine menschenverachtende Praxis in Asylverfahren demonstriert. Anlass dafür war die vergangene Woche geplante Verlegung eines im Ort gut integrierten Irakers in eine Rückkehr-Unterkunft trotz vieler Mängel im Bescheid. Demgemäß sollte Bilal Ali Hussein nach Algerien abgeschoben werden. Das Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit wich bei mehreren Personen einer Entschlossenheit, sich für Menschlichkeit und Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen.

Mauthausen für Menschenrechte

„Wir haben aus unserer Geschichte gelernt und nehmen unsere Verantwortung wahr. Menschen, die nach Mauthausen kommen, sollen nie mehr Angst, gar Todesangst haben müssen. Haben wir es mit Rechtsstaatlichkeit zu tun, wenn eine Berufung gegen einen derartigen Bescheid nicht vor Abschiebung schützt?“, fragte einer der Redner des überparteilichen Organisationskomitees. Unter den zahlreichen Demonstranten befand sich auch Guy Dockendorf, der Präsident Comité International de Mauthausen (CIM). „Wenn Unrecht geschieht, ist es unser Recht dagegen zu kämpfen. Es ist unser Bilal, dem Unrecht geschieht“, zeigte sich Bürgermeister Thomas Punkenhofer solidarisch und bedankte sich für den Einsatz der Bevölkerung. Pfarrmoderator Hans Fürst forderte Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ein. Der Mauthausener Gospelchor unterstützte die Kundgebung mit Musikdarbietungen.

Nachsatz 15. April

Bilal Ali Hussein wurde am Montag, 15. April nach Fieberbrunn/Tirol verlegt.


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