Wo das Rote Kreuz im Bezirk Perg 2021 überall zur Stelle war: Eindrucksvolle Leistungsbilanz auch im zweiten Pandemie-Jahr

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Markus Hochgatterer Tips Redaktion Markus Hochgatterer, 27.01.2022 13:36 Uhr

BEZIRK PERG. Auf ein weiteres Jahr, welches von der Pandemie, von Abstand halten, Maske tragen und „immer auf die aktuellen Maßnahmen schauen“ geprägt war, blickt das Team des Roten Kreuzes in der aktuellen Leistungsbilanz für 2021 zurück. Diese liest sich erneut eindrucksvoll.

Die Corona-Pandemie hat beim Roten Kreuz Auswirkungen auf alle Sparten, auf den Dienstbetrieb und auch auf das Vereinsleben. Was 2020 als Ausnahmesituation begann, wurde 2021 in vielen Bereich zur täglichen Routine. Bei den verschiedensten Diensten, welche das Rote Kreuz im Bezirk Perg anbietet, gilt es seit Ausbruch der Pandemie vielerlei neue Sicherheits- und Hygienemaßnahmen einzuhalten: Zum Schutz der Patienten und Klienten, aber auch zum Schutz der Mitarbeiter.

Neue Aufgaben

Das Betreiben von dauerhaften, vorübergehenden und sogenannten „Pop-Up“ Test- und Impfstationen ist neu im Aufgabenfeld des Roten Kreuzes integriert und fordert die MitarbeiterInnen zusätzlich. Der Wegfall von Dienstbesprechungen, Versammlungen und Treffen erschweren die Dienste und auch das gesellschaftliche Gefüge leidet darunter.

Eindrucksvolle Leistungsbilanz trotzt Pandemie

Nichts desto trotz ist auch im vergangen Jahr die Flexibilität und Spontanität bei den Mitarbeitern des Roten Kreuzes erhalten geblieben, um sich den gegebenen Herausforderungen zu stellen. Dank des großartigen Zusammenhalts, des Engagements und der Lösungsorientiertheit wurde 2021 Beeindruckendes geleistet:

  • Fast 32.000 PatientInnen wurden im Rettungs- und Krankentransportdienst des Roten Kreuzes transportiert – dies entspricht einem Plus von ca. 10 Prozent gegenüber 2020
  • Rund 1. 200 dieser Transporte waren unter besonderen hygienischen Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen, da es sich um Fahrten mit Covid-19-Patienten handelte
  • Das Notarzt-Team wurde rund 1.150 mal zu akuten Einsätzen gerufen
  • Trotz mehrmaliger Lockdown-Einschränkungen besuchten 930 Teilnehmer einen Erste-Hilfe-Kurs
  • Die Mitarbeiter von „Essen auf Rädern“ lieferten knapp 137.000 warme Mahlzeiten zu 740 Beziehern
  • Im Rotkreuz-Markt in Perg und im mobilen Rotkreuz-Markt, welcher 14 Gemeinden 1x/Woche anfährt, wurden in etwa 7. 500 Einkäufe getätigt
  • Im Bereich der mobilen Pflege wurden um die 400 KlientInnen versorgt
  • Die Sozialberatungsstellen des Roten Kreuzes im Bezirk kümmerten sich in 5.200 Beratungsstunden um die Anliegen von 2.150 Klienten 
  • Im zweiten Halbjahr 2021 wurden 32 Pop-Up-Impfaktionen in verschiedenen Gemeinden des Bezirkes Perg durchgeführt
  • 37 Zivildiener unterstützten im Laufe des Jahres die Rotkreuz-Mitarbeitern bei ihren täglichen Aufgaben

Einige besondere Ereignisse 2021:

  • Jugendrotkreuz beteiligt sich am Österreichischen Vorlesetag 2021:

Lesen bildet, Vorlesen verbindet. Mit der Alpha-Leseförderung bietet das Jugendrotkreuz seit vielen Jahren leseschwachen Kindern die Möglichkeit, Sinn und Spaß am Lesen zu entdecken. Insofern war die Beteiligung am Österreichischen Vorlesetag am 18. März logisch und konsequent.

 

  • Demenztraining im Lockdown:

Die Sozialen Dienste des Roten Kreuzes bieten in verschiedensten Bereichen Hilfe und Unterstützung an. Die besonderen Umstände verlangen nun kreative Ansätze, unsere MitarbeiterInnen sind gefordert, den jeweiligen Aufgabenbereich neu zu „erfinden“. Die im Auftrag und gemeinsam mit dem Sozialhilfeverband betriebene Demenzberatungsstelle geht hier neue Wege und bietet unter anderem Demenz-Training mittels Video-Konferenz an. Entgegen ursprünglicher Bedenken, dass die älteren Personen die moderne Technik verweigern könnten, hat sich schnell gezeigt, dass die KlientInnen dieses Angebot hervorragend angenommen haben.

 

  • Geburt im Rettungswagen:

Der kleine Robin G. aus Ried/Riedmark hatte es am 10. August sehr eilig. Während es anfangs nach einem routinemäßigen Transport ins Krankenhaus aussah, entwickelte sich die Fahrt der hochschwangeren Mutter auf der B3, Höhe Steyregg, zu einem Einsatz der besonderen Art. Kurz nach 20 Uhr erblickte ein gesunder Junge das Licht der Welt. Mutter und Kind haben die rasante Geburt bravourös gemeistert.

 

  • Drive-Through-Station übersiedelt:

Die Stockhalle des ATSV Langenstein diente 16 Monate lang als Unterkunft für die behördlich angeordneten PCR-Tests im Bezirk Perg. Das Rote Kreuz sagte im September Danke für die unentgeltliche und unbürokratische Unterstützung. Seither ist die Teststraße wieder auf dem Parkplatz des Hallenbads in Perg angesiedelt.

 

  • Seniorentageszentrum St. Georgen/Gusen:

Das neue Tagesbetreuungszentrum, welches im Mai eröffnet werden konnte, ist ein Angebot der Marktgemeinde St. Georgen/Gusen und des Roten Kreuzes in Kooperation mit dem Sozialhilfeverband Perg, um den steigenden Bedarf an Betreuungsangeboten für SeniorInnen abzudecken. Die Möglichkeit, ein Tagesbetreuungszentrum zu besuchen, steigert die Lebensqualität von älteren Menschen und deren Angehörigen. Für die KlientInnen bedeutet der Besuch im Tagesbetreuungszentrum Abwechslung vom Alltag, Austausch mit Gleichgesinnten, sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten und die Aktivierung sozialer Kontakte. Aber auch für die Angehörigen bedeutet der Besuch eine kurzfristige Entlastung mit der Gewissheit, ihre Lieben in professionelle Betreuung zu übergeben.

 

  • Neue Mitarbeiter gesucht:

Wir brauchen dich! – unter diesem Motto startete das Rote Kreuz im Herbst einen Aufruf an die Bevölkerung auf der Suche nach neuen KollegInnen in unterschiedlichen Sparten. Verstärkung wird vor allem im Bereich des Rotkreuz-Marktes sowie für Krankentransporte in Form von Sanitätshelfer benötigt. Der Aufruf ist übrigens immer noch aufrecht und daher kann sich jeder Interessierte gerne bei der nächsten Rotkreuz-Dienststelle melden.

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