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PERG. Endlich wieder Kind sein. Die eingerichtete Spielecke in der Bezirkssporthalle gibt den jüngsten Geflüchteten etwas Normalität zurück und zaubert den Kindern wieder ein Lächeln ins Gesicht. Eine kleine Spielecke mit einer großen Wirkung. Tips war vor Ort.

Das Notquartier, eingerichtet vom Roten Kreuz, bietet Platz für 200 Geflüchtete. (Foto: Geirhofer)
Das Notquartier, eingerichtet vom Roten Kreuz, bietet Platz für 200 Geflüchtete. (Foto: Geirhofer)

Beim Tips-Lokalaugenschein vergangenen Donnerstag waren 60 Menschen, davon 30 unter 18 Jahren, in der Bezirkssporthalle einquartiert. Doch es ist ein ständiges Kommen und Gehen, wie Rotkreuz-Bezirksgeschäftsleiter Christian Geirhofer verrät: „Unser Ziel ist ein maximaler Aufenthalt von drei bis fünf Tagen. Viele reisen selber weiter und legen bei uns in Perg nur eine kurze Rast ein, bevor sie zu Verwandten in ganz Europa weiterfahren, andere bekommen private Unterkünfte gestellt.“ Wie viele Geflüchtete ihren Weg nach Perg finden, wird zentral von Wien gesteuert. Mit Bus oder dank vieler privater Initiativen werden sie dann in die Bezirkssporthalle gebracht und können zur Ruhe kommen.

Herzlicher Umgang

„Die Halle ist nicht als Dauerquartier gedacht“, sagt Geirhofer. Die Nächte auf den Feldbetten sind keine langfristige und vor allem keine angenehme Lösung. Die Spielecke lädt zur Unterhaltung der Kinder ein. Beim Tips-Besuch konnte Redakteurin Melanie Mai auch einen Blick auf die Kinder erhaschen, die fröhlich mit einem Ball spielten. Für Erwachsene gibt es eine Infoecke für die Wohnungssuche. Und natürlich steht auch einem Spaziergang in die Stadt nichts im Weg. „Vorwiegend sind die Geflüchteten einfach froh, dass sie zur Ruhe kommen können“, betont Geirhofer und sagt weiter: „Die Dankbarkeit ist spürbar, alle sind extrem freundlich und der Umgang ist sehr unkompliziert. Es ist schön zu sehen, dass die Hilfe so direkt ankommt.“ In diesem Zusammenhang betont er auch die große Solidarität der Bevölkerung: „Wir sind alle sehr dankbar für die vielen Spenden. Ein Augenmerk kann weiterhin auf Hygieneartikel gelegt werden.“ Alle Spenden können zu den jeweiligen Öffnungszeiten im Kost-nix-Laden in Mauthausen oder im Carla Laden im Donaupark Mauthausen abgegeben werden.

Private Unterkünfte

Private Wohnmöglichkeiten können über die Website des Landes Oberösterreich www.ooe.gv.at/ukraine gemeldet werden. Gesucht werden primär sofort beziehbare Wohnmöglichkeiten mit entsprechender Infrastruktur wie Sanitäreinrichtungen und Küche, die für einige Monate zur Verfügung stehen. Durch die rechtliche Grundlage des „Vertriebenen“-Status besteht Anspruch auf Geldleistungen wie einen Verpflegungszuschuss oder auch der Zugang zum Gesundheitssystem und Arbeitsmarkt. Ebenso kann man sich bei der Bundesbetreuungsagentur (BBU) unter nachbarschaftsquartier@bbu.gv.at melden, wenn man Räumlichkeiten zur Verfügung hat.

Ukrainische und russische Dolmetscher gesucht: Anmelden auf der Homepage www.teamoesterreich.at

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