Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

PERG/ST. THOMAS. Mit 35 Jahren hat Susanna Hanl ihre Sachen gepackt und ist nach England ausgewandert. In den Jahren darauf hat sie sich als Schmuckdesignerin dort einen Namen gemacht. Heuer ist die freischaffende Künstlerin wieder in ihre Heimat zurückgekehrt, um hier mit ihren glanzvollen Schmuckstücken noch einmal durchzustarten.

Susanna Hanl in ihrer Werkstatt. (Foto: Hanl)
  1 / 3   Susanna Hanl in ihrer Werkstatt. (Foto: Hanl)

Schon als Kind wollte Susanna Hanl Künstlerin werden und am liebsten mit 14 Jahren an eine Kunstakademie. Daraus wurde aber erstmal nichts. Die Pergerin hat Englisch und Deutsch auf Lehramt studiert und wurde Pädagogin. Das künstlerische Schaffen hat sie hobbymäßig ausgelebt und ihre Malerei immer wieder in kleinen Galerien ausgestellt. Von heute auf morgen hat sie vor 21 Jahren ihren Job an den Nagel gehängt und ist nach England ausgewandert. „Ich habe angeblich schon in der Hauptschule gesagt, dass ich mal in England leben will und dann hab ichs getan“, schmunzelt Hanl.

Durch Zufall ist sie an einen Job in einem Schmuckgeschäft gekommen und war gleich fasziniert von diesem Handwerk. Schritt für Schritt hat sie in ihrer Freizeit begonnen, sich alles selbst beizubringen und hat erste Schmuckstücke hergestellt. 2006 ist Hanl dann nach Schottland gezogen und hat ihr eigenes Schmuckgeschäft eröffnet.

Durchbruch geschafft: Der Weg war kein leichter

„Am Anfang war das nicht leicht. Es gibt ja so viele kleine Geschäfte, man muss sich schon abheben. Ich habe dann angefangen, mit einer Mischung aus Silber und Gold zu arbeiten, das trug man damals noch nicht. Und nach und nach hatte ich dann meine ersten Kunden und dann kam auch das nötige Netzwerk dazu“, erinnert sich Hanl im Tips-Gespräch. Ihre Kreationen wurden immer bekannter. „Einen Ring haben sie sogar in der BBC mal gezeigt.“ Später hat Hanl dann über 20 Geschäfte mit ihren Kreationen beliefert und ihr Geschäft wieder aufgegeben. „Ich hatte einfach keine Zeit mehr dafür, ich hab Tag und Nacht gearbeitet, mich immer weiterentwickelt. Natürlich habe ich auch viele Fehler gemacht, aber auch daraus ist oft was Spannendes entstanden, daraus lernt man.“

Nach dem Brexit hat sich Susanna dann entschieden, wieder nach Hause zurückzukehren und von ihrer Heimat aus neu durchzustarten. „Das gestaltete sich schwieriger, als ich dachte. Ich habe ja keinen Meisterbrief und auch wenn ich schon so lange Erfahrung und ein gutes Netzwerk mitbringe, sind die bürokratischen Hürden in Österreich enorm. Es fühlt sich teilweise wieder so an wie am Anfang in England.“

Upcycling: neuer Schmuck aus alten Stücken kreiert

Besonders gefragt sind neben der eigenen Kollektion von Susanna Hanl auch ihre Schmuckstücke, die sie aus alten Ringen, Broschen oder Ohrringen zu völlig neuen Kreationen umgestaltet. „Ich habe viele Auftragswerke, sogar nach Kanada hab ich schon was verschickt. Durch Soziale Medien werden die Leute aufmerksam. Auf einmal schreibt mich wer an, das bringt schon viel. Manche wollen dann aus alten Erbstücken neue für die ganze Familie.“

In ihrer neuen Wahlheimat St. Thomas in ländlicher Idylle hat die 56-Jährige ihre Werkstatt eingerichtet. Nun werden ihre Kunstwerke auch im MÜK in Freistadt ausgestellt und man kann sie auch bei Uhren-Schmuck Kollroß in Perg kaufen. Ihre Kreationen und mehr Infos findet man auf Instagram und auf: www.susannahanl.com


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden