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LINZ/SCHWERTBERG. Über 300 Schüler und Lehrer folgten der Einladung der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich zum zwölften Hermann-Langbein-Symposium in der AK Linz. Gebannt und mitunter emotional bewegt lauschten sie den Worten der 91-jährigen Zeitzeugin Anna Hackl aus Schwertberg, die von ihren Kriegserfahrungen berichtete. Fünf Schulen beteiligten sich aktiv mit berührenden Beiträgen an der Veranstaltung.

NS-Zeitzeugin Anna Hackl bei ihrem Vortrag (Foto: AK OÖ / Wolfgang Spitzbart .)

„Es war eine schlimme Zeit und ich wünsche euch, dass ihr so etwas nie erlebt. Seid wachsam und vorsichtig“, erklärte Anna Hackl den Schülern. Die 91-jährige Schwertbergerin erzählte von der grausamen „Hasenjagd“ im Mühlviertel und von den angsterfüllten Monaten, in denen ihre Familie zwei russische KZ-Geflohene in ihrem Haus versteckte.

Fünf Schulen brachten sich ein

Fünf Schulen (aus Linz, Wels, Steyr, Leonding und Pettenbach) beteiligten sich aktiv mit berührenden Beiträgen, in denen sie sich kritisch mit dem Nationalsozialismus und der Frage auseinandersetzten, was jeder Einzelne beitragen kann, um gefährlichen politischen Strömungen entgegenzutreten. Der einhellige Tenor: Nicht wegschauen, wenn Unrecht passiert.

Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung auftreten

AK-Vizepräsident Josef Madlmayr betonte die Wichtigkeit, sich auch heute noch mit dem Thema Nationalsozialismus auseinanderzusetzen: „Das menschenverachtende Gedankengut der Nationalsozialisten hat durch einen ganz einfachen Mechanismus funktioniert, indem systematisch bestimmte Bevölkerungsgruppen abgewertet und gegenseitig ausgespielt wurden. Diesen Mechanismus gibt es leider heute auch noch vielfach. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung erkennen und ermutigt werden, dagegen aufzutreten.“


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