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MÜNZBACH. Der Pikes Peak International Hill Climb ist das wohl bekannteste Bergrennen weltweit. Die JUBU Performance GmbH nimmt daran mit einem in Münzbach gebauten Rennwagen teil.

Dieser 700-PS-Bolide von JUBU Performance wird im Juni am Pikes Peak starten. (Foto: Radford Motors)
Dieser 700-PS-Bolide von JUBU Performance wird im Juni am Pikes Peak starten. (Foto: Radford Motors)

Seit über 100 Jahren werden auf dem Pikes Peak in Colorado Autorennen ausgetragen und was der Grand Prix von Monaco in der Formel 1, die Rallye Dakar im Rallyesport und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Langstrecken-Motorsport ist, das ist das „Race to the Clouds“ am Pikes Peak für den Bergrennsport. Was die US-amerikanische Bergstrecke so besonders macht, ist einerseits die extreme Höhe, in der gefahren wird (das Ziel liegt auf 4.301 Metern Seehöhe) und andererseits das oftmalige Fehlen jeglicher Absicherungen oder Leitplanken an oft mehrere hundert Meter fast senkrecht abfallenden Berghängen. Die Strecke verlangt somit von Fahrern sowie Technik absolute Höchstleistungen und gilt deshalb als die Königsklasse im Bergrennsport.

Straffer Zeitplan war große Herausforderung

Dieser Herausforderung stellt sich bei der heurigen, 101. Ausgabe des Rennens in den Rocky Mountains auch das Team von JUBU Performance. Daher brannte in den vergangenen Monaten auch oft noch bis spät abends Licht in den Werkstätten der Münzbacher Motorsport-Schmiede. Viele Herausforderungen waren zu meistern und der Zeitplan für den Bau des Autos war eng gesteckt. „Wir sind eine relativ kleine Mannschaft und es war schon eine gewaltige Challenge für uns, solch einen High-End-Rennwagen zu bauen – aber zum Glück waren alle im Team bereit, mit vollem Einsatz am Projekt zu arbeiten und schlussendlich konnten wir fristgerecht an unseren Auftraggeber liefern“, erklärt Geschäftsführer Martin Jung. Mit der Radford Motor Company arbeitet das JUBU-Team bereits länger zusammen, so werden bereits die speziellen Motor- und Getriebeeinheiten für die Radford Straßenfahrzeuge in Münzbach gefertigt.

Leichtgewicht mit über 700 PS

Mit den Serienfahrzeugen hat der Pikes Peak-Rennwagen allerdings wenig gemein. Monocoque, Verkleidungen und Bremsen sind beim Rennauto vollständig aus Carbon, um das Gewicht auf nur 860 Kilogramm zu reduzieren, gleichzeitig liefert der V6-JUBU-Motor mit über 700 PS eine enorme Leistung. Dies führt zu beeindruckenden Fahrleistungen, so sprintet das Auto in nur 2,2 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde. „Einzig der untere Motorblock ist vom Serienfahrzeug, alles andere wie zum Beispiel der vordere und hintere Hilfsrahmen, die Aufhängungsgeometrie und der Unterboden sind neu. Aerodynamische Verbesserungen rund um die Karosserie sorgen für mehr Abtrieb bei höheren Geschwindigkeiten, da in der dünnen Luft am Pikes Peak für viel mehr Abtrieb als in normaler Höhe gesorgt werden muss – im Grunde ist das Auto ein absolutes Einzelstück“, verrät Jung.

Setup mit Formel 1-Star Jenson Button

Nach dem Aufbau in Münzbach wurde das Auto Anfang Mai nach Kalifornien geflogen, im Juni reisen die JUBU-Mechaniker dann selber in die USA, um Abstimmungsfahrten sowie Höhentests durchzuführen. Für das Setup des Autos ist ein Motorsport-Superstar zuständig, nämlich Formel 1-Weltmeister Jenson Button. Beim Rennen fährt dann Tanner Foust, ein amerikanischer Profi-Rennfahrer, und reiht sich damit in den elitären Kreis zahlreicher Pikes- Peak-Legenden wie zum Beispiel Walter Röhrl oder Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb ein.

Nach den monatelangen Vorbereitungsarbeiten kommt es am 25. Juni zum großen Showdown, dem „Race to the Clouds“ am Pikes Peak. Martin Jung auf die Frage, mit welcher Platzierung er rechnet: „Am Pikes Peak ist alles möglich, aber bei einer erstmaligen Teilnahme gilt es schon als Erfolg, wenn Auto und Fahrer einfach nur heil im Ziel ankommen.“


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