Emotionen, Verletzung, Grant: Bountydave lässt Platz für Schmerz
SCHWERTBERG. Der junge Musiker David aus Schwertberg startete in Wien als Bountydave durch und hat Anfang November sein erstes Album veröffentlicht.

„Ich mach halt einfach Musik“, sagt der junge Künstler im Tips-Interview und fasst so die Vielfalt seiner Songs, seiner Themen zusammen.
Einem Genre alleine kann er seine Lieder nicht zuordnen, doch sein neues, sein erstes Album bewegt sich zwischen Hip-Hop, Pop und Indie.
Begonnen, Musik zu machen, hat er vor fast vier Jahren mit einem Freund zusammen: „Das war rein zur Gaudi, wir haben in ein USB-Mikro reingerappt“, erzählt Dave, der so den Spaß am Rappen entdeckte und auch seinen ersten Song veröffentlichte.
Labelvertrag und FM4-Charts
Schon zwei Jahre später hatte Bountydave einen Vertrag mit dem Label Futuresfuture in der Tasche und war wenig später mit seiner Single „Yang Ying“ in den FM4-Charts.
„Da habe ich gemerkt, dass meine Musik was bewegt, dass da was geht“, erzählt Dave. Die Listung in den Charts sei für ihn das Willkommen in der Musikszene gewesen.
Im Jänner dieses Jahres veröffentlichte er dann mit Musikerkollege SkinnyB den Song „5thirty“, der Platz fünf in den FM4-Charts erreichte und in den Cineplexx-Kinos in Österreich vor den Filmen lief.
„Wir wurden auch auf Ö3 und in deutschen und Schweizer Radios gespielt“, erzählt David stolz, der unter anderem in Musiker Dominic Fike ein großes Vorbild sieht.
Songs voller Emotion
Seine Songs schreibt der Künstler meist aus einer Emotion heraus und lässt sich auf diverseste Themen ein. Auch sein neues Album „Show me love“ strotzt vor Emotionen, lässt Schmerz zu und thematisiert wunde Punkte, die alle betreffen, wie die Klimakrise oder die Unzufriedenheit mit dem System.
„Es ist aber auch die Veranschaulichung meines persönlichen Heilungsprozesses“, erzählt David.
Das Album beginne dunkel und werde von Song zu Song immer heller. Dem jungen Künstler ist es ein besonderes Anliegen, dass Schmerz seinen Platz haben darf – auch männlicher Schmerz: „Männer reden oft nicht über ihre Verletzungen.“
Der Musiker sieht die Kunst als Ort, um den Verletzungen Raum zu geben.
Auch das Thema Neurodiversität (also Entwicklungen des Gehirns außerhalb der Norm, wie beispielsweise ADHS oder Autismus) möchte er ins Rampenlicht rücken: „Ich wünsche mir mehr Empathie, mehr Inklusion für neurodiverse Menschen.“
Auf der Suche nach der Zukunft
Noch ist Bountydave auf der Suche nach seinem Stil, seiner Stimme als Künstler und probiert sich noch aus – live und im Studio.
„Musik bedeutet für mich, mich selbst ausdrücken zu können.“
In Zukunft möchte Dave von seiner Musik leben können: „Pläne dafür sind auf jeden Fall da.“ Momentan ist er für den Tonmann bei Sendungen und Reportagen des ORF tätig.
Sein Dank gilt neben seinen Fans auch seinem Mitproduzenten Elias Ajabi sowie Johannes Biribauer (Mixing) und Julian Höniger (Mastering).
Sein neues Album ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar, auch auf Vinyl gibt’s die neue Musik.
Auf Instagram ist der Musiker ebenfalls aktiv und hält seine Hörer unter @bounty_dave_hat_dich_lieb auf dem Laufenden.


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