Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

SCHWERTBERG. Bundespräsident Alexander Van der Bellen überreicht Anna Hackl diese Woche das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Ursprünglich hatte die mutige 93-Jährige eine Auszeichnung aus Bescheidenheit sogar abgelehnt.

Anna Hackl (93) am Wiener Heldenplatz (Foto: Elena Azallini)
  1 / 3   Anna Hackl (93) am Wiener Heldenplatz (Foto: Elena Azallini)

Mut ist etwas, das Anna Hackl wohl auch genetisch vererbt wurde. Ihre Mutter Maria Langthaler hatte im Februar 1945 unter Lebensgefahr zwei KZ-Gefangene versteckt. Unermüdlich berichtet Anna Hackl von den erschütternden Ereignissen rund um die so genannte „Mühlviertler Hasenjagd“ und hält nach wie vor an Schulen Vorträge.

Rede am Heldenplatz vor 8.000 Menschen

Im Vorjahr sprach die heute 93-Jährige beim „Fest der Freude“ am Wiener Heldenplatz vor 8.000 Menschen. Niemand Geringerer als Bundespräsident Alexander Van der Bellen stellte sich im Anschluss bei ihr vor und kündigte an: „Frau Hackl, ich möchte Ihnen eine Auszeichnung verleihen.“ Was die Schwertbergerin damals spontan antwortete, bringt sie heute fast ein bisschen in Verlegenheit. „Nix da, habe ich gesagt. Der Aufwand zahlt sich doch nicht aus“, erzählt sie mit einem Lächeln. So viel Bescheidenheit machte selbst den Bundespräsidenten kurz sprachlos. „Aber auf einen Kaffee darf ich Sie doch einmal zu mir einladen?“, soll er geantwortet haben.

Schatz überbrachte Nachricht

Diese Einladung erfolgte nun offiziell. Dass es dabei aber nicht allein beim Kaffeetrinken bleiben wird, verriet die Rieder SP-Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz der 93-Jährigen schon im Vorfeld. Es wird sogar das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sein, das Van der Bellen Anna Hackl überreichen möchte. „Da hab ich mich dann doch nicht mehr abzulehnen getraut“, erzählt die Schwertbergerin.

Familie mit dabei

Als „Fanclub“ werden auch ihre Kinder und Enkelkinder anreisen. „Ehrlich gesagt freu ich mich jetzt schon richtig drauf“, so Hackl. „So etwas erlebt man ja auch nicht alle Tage.“ Gut Ding braucht eben Weile.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden