Dienstag 11. Juni 2024
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ST. GEORGEN/WALDE. Alles begann mit der Vision vom eigenen Gesternsaft. Drei Bierfans setzten ihn mit Mut und Engagement in die Tat um. Mittlerweile hat sich das St. Georgener Lindn Bräu zu einer lokalen Marke entwickelt, die von Bierliebhabern geschätzt und gut angenommen wird.

V. l.: Thomas und Rudolf Paireder mit Johann Schartmüller (Foto: privat)
photo_library V. l.: Thomas und Rudolf Paireder mit Johann Schartmüller (Foto: privat)

Das St. Georgener Lindn Bräu ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Rudolf Paireder. Der mittlerweile pensionierte Techniker ist der „Urvater“ der kleinen Brauerei, die nach einem prächtigen Lindenbaum im Garten der Familie Paireder benannt wurde. Der heute 63-Jährige startete im Kleinen schon vor vielen Jahren Experimente mit Bier-Rezepturen und setzte sich intensiv mit Techniken zur Herstellung von Gerstensaft auseinander.

Da Begeisterung bekanntlich ansteckend ist, infizierte sich auch Johann Schartmüller, ebenfalls aus St. Georgen am Walde, mit dem Bierbrau-Fieber. Als gelernter Schlosser brachte er weiteres Know-how ein – besonders in Hinblick auf die Konstruktion der Bierkessel.

Sohn „erbte“ Leidenschaft

Der Dritte im Bunde war Paireders Sohn Thomas. Dass sich sein Vater in jeder freien Minute mit der Herstellung von Bier beschäftigte, war quasi Teil seiner Jugend. Kein Wunder, dass die Leidenschaft auf den Sohn überschwappte. Heute ist Thomas Paireder (26) Geschäftsführer der Brauerei. „Bis 2019 produzierten wir für den Eigenbedarf. Dann kam der Punkt, an dem ich mir dachte: Jetzt gehören Nägel mit Köpfen gemacht und ich fasste den Entschluss, die Brauerei gewerblich zu betreiben.“

Ein mutiger und langwieriger Weg, denn für eine Betriebsstättengenehmigung zur Herstellung von Bier sind in Österreich viele Auflagen und höchste hygienische Standards einzuhalten. Doch Mut zu Neuem wird meist mit Erfolg belohnt. Heute schwören in der Region zahlreiche Stammkunden auf das lokal gebraute Bier, das ausschließlich aus Naturprodukten besteht und dem keine chemischen Konservierungsstoffe zugesetzt werden.

Zwei Sorten werden das ganze Jahr über gebraut: Pilsner und Märzen. Je nach Saison kommen dunkles Weizenbier und weitere Spezialbiere dazu: Im Winter ein Märzenbock und im Mai ein Maibock. „Das sind besondere Tropferl, die es nur kurze Zeit gibt und auf die man sich dann schon richtig freut, wenn sie wieder erhältlich sind“, sagt Lindn Bräu-Geschäftsführer Thomas Paireder, der auch tatkräftig von seiner Mutter Greti unterstützt wird.

Neuheit: Kaffeebier

Neu im Programm ist auch ein Kaffeebier, das speziell im Auftrag des St. Georgener Kaffeerösters und Cousins Michael Paireder gebraut wird.

Mit ihren Spezialitäten sind die St. Georgener Bier-Liebhaber auch regelmäßig auf Kulinarik-Festivals vertreten.

Was den jungen Brauerei-Chef Thomas Paireder am meisten freut, ist positives Feedback der Kunden. „Was für einen Musiker oder Schauspieler der Applaus ist, ist für uns die Rückmeldung, dass es so richtig gut geschmeckt hat. Das motiviert uns zu immer neuen Kreationen, Verbesserungen und Verfeinerungen unserer Biere.“


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