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Spatenstich für Frauenhaus im Unteren Mühlviertel fiel – 18 neue Schutzplätze für Frauen und Kinder

Jennifer Wiesmüller, 28.01.2026 13:24

MÜHLVIERTEL. Ein bedeutender Tag für die Frauen im Mühlviertel: Im Zuge einer Pressekonferenz fiel heute (28. Jänner) der Spatenstich für die Errichtung eines Frauenhauses im Unteren Mühlviertel.

Landeshauptmann-Stellvertreterin sowie Frauenreferentin Christine Haberlander (Mitte, links) und Nationalratsabgeordnete sowie Vorsitzende des Vereins "Frauenhaus Unteres Mühlviertel" Sabine Schatz (Mitte, rechts) beim symbolischen Spatenstich mit einer Delegation des Vereins. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

„Gewalt an Frauen ist eine der hässlichsten Seiten unserer Gesellschaft“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin und Frauenreferentin Christine Haberlander (ÖVP). „Mit dem Startschuss zum Bau des Frauenhauses Unteres Mühlviertel setzen wir einen weiteren wesentlichen Schritt im Ausbau unseres Schutznetzes für Frauen und Kinder.“ Die Adresse des Frauenhauses wird geheim gehalten, um zu verhindern, dass gewalttätige Partner die Frauen aufspüren können. Symbolisch wurde der Spatenstich für das Frauenhaus im Hof des Perger Stadtamtes gesetzt.

„Wir setzen einen Lückenschluss“

„Ich freue mich wirklich, dass unsere langjährige Forderung nach einem Frauenhaus im Mühlviertel jetzt umgesetzt wird“, fügte Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz (SPÖ) und Vorsitzende des Vereins „Frauenhaus Unteres Mühlviertel“ hinzu. „Damit setzen wir einen notwendigen Lückenschluss und schaffen die Möglichkeit für Frauen, aus akuten Gewaltsituationen auszubrechen.“

18 Wohnplätze werden errichtet

Das geplante zweigeschossige Frauenhaus im Mühlviertel bietet auf einer Nettonutzfläche von knapp 580 Quadratmetern 18 Wohnplätze, davon sechs Plätze für Frauen und 12 Plätze für Kinder. Das neue Frauenhaus wird von der Gemeinnützigen Vermietungs- und Verwaltungsgesellschaft (GVVG) unter Beiziehung der Gemeinnützigen Landeswohnungsgenossenschaft für OÖ (LAWOG) errichtet. Die Fertigstellung und Eröffnung des Frauenhauses ist für Anfang 2027 geplant.

Nach außen nicht als Frauenhaus wahrnehmbar

Die Auswahl des Standortes für das Frauenhaus erfolgte nach sorgfältiger Prüfung mit dem Ziel, eine gute Erreichbarkeit und ein hohes Maß an Diskretion zu gewährleisten. Berücksichtigt wurden insbesondere die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, die Nähe zu Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Behörden sowie zu Einkaufsmöglichkeiten. Ein zentrales Kriterium war zudem, dass sich die Einrichtung unauffällig in die Umgebung einfügt und nach außen nicht als Frauenhaus wahrnehmbar ist.

Mehr Schutzplätze für Frauen

In Oberösterreich gibt es derzeit Frauenhäuser in Linz, Wels, Steyr, Vöcklabruck, Ried im Innkreis und Braunau. Diese bieten 127 Plätze, 47 für Frauen und 80 für Kinder. Zusätzlich gibt es im Zusammenhang mit den Frauenhäusern Nachbetreuungswohnungen in Vöcklabruck und Steyr, mit insgesamt vier Frauenplätzen und acht Kinderplätzen. Neben dem Bau des Frauenhauses im Unteren Mühlviertel wird auch im Inneren Salzkammergut ein Frauenhaus errichtet. Damit kann die Kapazität der Frauenhäuser in Oberösterreich langfristig auf insgesamt 163 Plätze (59 für Frauen, 104 für Kinder) erhöht werden.

Frauenhelpline:  0800 222555

Online-Frauenberatung OÖ: www.frauenberatung-ooe.at


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